Rettungshundestaffel Leipzig


Die meisten Menschen beginnen mit der Rettungshundearbeit, weil sie eine sinnvolle, herausfordernde und artgerechte Beschäftigung für ihren Hund suchen. Die Hunde sind Privateigentum ihrer Hundeführer und fest integrierte und geschätzte Familienmitglieder. Die alltägliche Versorgung und Pflege erfolgt vollständig durch die Besitzer.

Der Beginn der Rettungshundearbeit geht zurück bis ins Jahr 1890. Aufgabe der Rettungshunde ist das Aufspüren von vermissten Menschen in Lebensgefahr, wenn es gilt, ein großes unübersichtliches Gebiet so schnell wie möglich abzusuchen. Der Einsatz von Rettungshunden ist in vielen Gebieten wesentlich effektiver als beispielsweise eine Suchkette. Der gut ausgeprägte Geruchssinn des Hundes ist in der Lage menschliche Witterung auch aus großer Entfernung wahrzunehmen. Schlechte Wetterverhältnisse wie Schnee und Regen, Dunkelheit oder unwegsames Gelände behindern den Rettungshund nur unwesentlich bei seiner Arbeit.

Flächensuchteams sind in unwegsamem Gelände und auf unbebauten Flächen (Wälder, Wiesen und Felder) einsetzbar. Ein Flächensuchteam ist in der Lage, innerhalb einer Stunde ein unwegsames Gebiet der Größe von bis zu 200.000 m² abzusuchen. In der Flächensuche läuft der Hund frei und zeigt dem Hundeführer jede lebende Person in seinem zugeteilten Suchgebiet an. Das Trümmersuchteam ist ausgebildet verschüttete Personen in eingestürzten Gebäuden, Steinbrüchen oder ähnlichem in kürzester Zeit ausfindig zu machen.

Jährlich gehen bei der sächsischen Polizei ca. 2.500 Vermisstenmeldungen ein (laut stat. Bundesamt). Darunter fallen häufig Kinder, behinderte und alte Menschen, die verwirrt, hilflos und orientierungslos sind. In solchen Fällen, gilt es große unübersichtliche Gebiete in möglichst kurzer Zeit abzusuchen.
Dafür stehen der Polizei eigene Mantrailing-Teams, zwei Hubschrauber mit Ortungstechnik und natürlich die Ermittler selbst zur Verfügung. Bei dichten Wäldern versagen diese Möglichkeiten jedoch oft. Die Ortungstechnik liefert keine eindeutigen Bilder, die Fährtenhunde finden keine Spur und für den Mensch allein ist das Gebiet nicht in angemessener Zeit effektiv zu bewältigen. In diesen Fällen, werden die ehrenamtlichen Rettungshundestaffeln in Sachsen alarmiert und die Flächensuchhunde kommen zum Einsatz. Die Johanniter-Rettungshundestaffel Leipzig / Nordsachsen ist dabei eine von insgesamt derzeit 14 Staffeln im Bundesland Sachsen. Andere Staffeln kommen aus Organisationen wie DRK, ASB, THW und BRH.

Was gibt es Neues?

Ihr Ansprechpartner Sebastian Kupke

Staffelleiter

Torgauer Str. 233
04347 Leipzig

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