JJ beschließt neue Jugendordnung

Berlin, 20. Oktober 2016

Vom 14. bis 16. Oktober tagte in der größten Jugendherberge Deutschlands die Bundesjugendversammlung. Diese stand ganz im Zeichen des zweijährigen Strukturprozesses im Jugendverband und damit verbunden dem Beschluss einer neuen Jugendordnung.

Begrüßt wurde die Versammlung durch Jörg Lüssem (Mitglied des Bundesvorstands), David Kreuziger (LVo Berlin/Brandenburg) und Björn Teuteberg (RVo Berlin). Am Vormittag standen zunächst zwei Wahlen auf dem Programm. Moritz Röver aus dem LV Nord wurde mit großer Mehrheit zum weiteren Mitglied der Bundesjugendleitung gewählt. Kim David, ehemaliger Landesjugendleiter im LV Nord wurde als neuer Delegierter für die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischer Jugend (aej) gewählt und folgt damit Marcel Wuwer nach, der vier Jahre dieses Amt bekleidete.

Nach Formalia und Wahlen setzten sich die Jugendleitungen in vier Tagungsausschüssen, in Austauschrunden innerhalb der eigenen Leitung und im Plenum inhaltlich mit den Empfehlungen der Struktur- und Ordnungskommission (SOKo JJ) auseinander. So wurde in einem Ausschuss über die Zusammensetzung von Jugendleitungen, insbesondere über eine Doppelspitze bei den Leiter*innen diskutiert. Ein anderer Ausschuss beschäftigte sich mit SSD, Wahlen und Mitgliedschaft. Mit den Fragen zu Interventionsmöglichkeiten im Rahmen des Präventionskonzeptes !Achtung sowie u.a. zu Versammlungen, Fachausschüssen oder Konflikt- und Belastungsmanagement beschäftigten sich die beiden anderen Ausschüsse. Zu vielen Inhalten des Jugendordnungsentwurfes der Bundesjugendleitung herrschte schnell Konsens. Einige Punkte wie die Doppelspitze, Fachausschüsse oder die genaue Ausgestaltung der Interventionsmöglichkeiten wurden hingegen intensiv und teilweise bis spät in die Nacht diskutiert.

Alle Jugendleitungen haben ein hohes Maß an Engagement, Sachlichkeit, Fairness, Weitblick und auch Kompromissbereitschaft gezeigt. Bei allem Herzblut für die eigenen Anliegen und Loyalität zu den Stimmungsbildern auf Landesebene waren Kompromisse nötig und so konnte die neue Jugendordnung mit mehr als der erforderlichen Dreiviertelmehrheit durch die Bundesjugendversammlung verabschiedet werden. Sie muss im November noch von der Delegiertenversammlung der JUH bestätigt werden.

| Vielen Dank an die LJLtg Berlin/Brandenburg für die die Gestaltung des Abendprogrammes und das herzliche Willkommen in der Bundeshauptstadt.