Neue Jugendordnung in Kraft

Nieder-Weisel, 20. November 2016

Delegiertenversammlung stimmt der neuen Jugendordnung zu

Mit der Zustimmung der Delegiertenversammlung der JUH am 19. November konnte die Johanniter-Jugend den knapp zwei Jahre dauernden Prozess der Überarbeitung der Jugendordnung abschließen.

Bereits beim Spitzentreffen im Mai 2014 stellten die teilnehmenden Landesjugendleiter*innen, Landesjugenddezernenten und Mitglieder der Bundesjugendleitung fest, dass die Strukturen und Ordnungen der JJ auf ihre Sinnhaftigkeit und Wirklichkeitsnähe überprüft werden muss. Daher wurde eine Struktur- und Ordnungskommission (SOKo) eingesetzt, die aus Mitgliedern aller Ebenen bestand. In den Treffen der SOKo wurde die Johanniter-Jugend als Gesamtes analysiert und in einer Empfehlung zur Neufassung der Jugendordnung abgebildet.

Bei der Bundesjugendversammlung II/2016 widmeten sich Landesjugendleitungen, Bundesjugendleitung und die Hauptamtlichen der Ebenen in vier Tagungsausschüssen, kleineren Austauschrunden und im Plenum den Empfehlungen der SOKo. Bei den mit Herzblut geführten Diskussionen bis tief in die Nacht zeigten alle Jugendleitungen Kompromissbereitschaft, Fairness und Weitblick. Schlussendlich wurde so die neue Jugendordnung mit überwältigender Mehrheit von 87% durch die BJV beschlossen, die der Delegiertenversammlung im November zur Abstimmung vorgelegt wurde.

Während am vorletzten Novemberwochenende Teile der Bundesjugendleitung das Fachausschusswochenende betreuten und die JJ bei der Mitgliederversammlung der aej vertraten, stellte der Bundesjugendleiter Armin Pullen das Ergebnis der SOKo und der BJV, die Neufassung der Jugendordnung, auf der Delegiertenversammlung vor. Viele inhaltliche Zwischenfragen zeigten das große Interesse der Delegierten, die sich in der Abstimmung mit großer Mehrheit für die neue Jugendordnung aussprachen.

Damit gilt für die Johanniter-Jugend seit dem 19. November 2016 die neue Jugendordnung, die hier herunter geladen werden kann.

Die  Jugendordnung ist nun neu strukturiert und sortiert. Neben der Festschreibung der derzeitigen Verbandswirklichkeit gibt es auch Neuerungen. So enthält die Jugendordnung nun Interventionsmöglichkeiten für Vertrauenspersonen im Rahmen des Präventionskoptes !Achtung gegen sexualisierte Gewalt. Des Weiteren wählen nun alle Fachausschüsse einen Vorsitzenden aus ihren Reihen. Intensiv wurde sich auch mit der Zusammensetzung der Jugendleitungen auseinander gesetzt. Diese bestehen nun auf Landes- und Bundesebene aus zwei Jugendleiter*innen und vier Stellvertreter*innen. Dies gilt ab der nächsten regulären Neuwahl. Auf Regional- und Ortebene ist es nun ab 14 Jahren möglich Mitglied der Jugendleitung zu werden. 

Die weiteren Empfehlungen der SOKo werden in den nächsten Monaten von der Bundesjugendleitung in den Verwaltungsleitfaden eingepflegt und der Bundesjugendversammlung entsprechend zur Abstimmung vorgelegt. Bei inhaltlichen Fragen stehen die Mitarbeiter*innen der Bundesgeschäftsstelle gerne zur Verfügung.