!Achtung

Gegen sexualisierte Gewalt im Jugendverband

Unser Konzept gegen sexualisierte Gewalt im Jugendverband heißt !Achtung – und das verstehen wir in zweierlei Weise:

  • !Achtung meint wir respektieren unser Gegenüber, die Anderen, und besonders die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen.
  • !Achtung heißt aber auch, wir passen auf, lassen Dinge nicht einfach geschehen oder schauen gar weg

Jugendverbände sind für sexuelle Übergriffe besonders gefährdet, weil sie eine besondere Stärke haben, die aber eben auch ausgenutzt werden kann: die engen menschlichen Beziehungen zwischen Gruppenmitgliedern und -leitenden, das enge Miteinander und das gemeinsame Erleben. 

 Seit 2005 beschäftigen wir uns daher intensiv mit Prävention und versuchen, die Gruppen der Johanniter-Jugend zu möglichst sicheren Orten für Kinder und Jugendliche zu machen.

 Unser Konzept umfasst verschiedene Teilen. Dazu gehören unter anderem:

  • Information und Sensibilisierung, z.B. in unserer Arbeitshilfe und in regelmäßigen Schulungen für unsere Ehrenamtlichen
  • Unsere Vertrauenspersonen als Ansprechpartner*innen in den Bereichen Prävention und Intervention
  • Krisenpläne, die klar strukturierte Hilfestellung beim Umgang mit Vermutungen geben
  • die Ehrenerklärung, die Jede*r, der bei uns Jugendarbeit machen möchte, als Selbstverpflichtung unterschreibt.

 

Das Kinderschutzkonzept der JUH

Als bundesweitere Träger der Jugendhilfe verfügt die JUH seit November 2015 über ein Kinderschutzkonzept. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nimmt einen immer größeren Stellenwert ein und das Bundeskinderschutz- Gesetz gibt strengere Regeln für Jugendhilfeträger vor.

Bei der Entwicklung des Kinderschutz- Konzeptes diente ACHTUNG als inspirierendes Vorbild. Wir arbeiten bei der Vorbeugung von Kindesmisshandlung und bei der Unterstützung von Betroffenen im Ernstfall eng zusammen. So sind die „Fachstellen Kinderschutz“ mit unseren Vertrauenspersonen vernetzt und unterstützen deren Arbeit. Mit der Kinderschutz-Hotline (0800 546 33 70 KINDER+) bieten sie eine Beratungsmöglichkeit für alle Johanniter*innen."