Ritterschlag des Johanniterordens - einmalig zum Reformationsjubiläum in Wittenberg

Berlin/Wittenberg, 17. Juni 2017

Ritterschlaggottesdienst in der Wittenberger Schlosskirche, Foto: Andreas Schoelzel

Anlässlich des Reformationsjubiläums hatte das Ordenskapitel der Johanniter entschieden, den einmal jährlich stattfindenden Ritterschlag ausnahmsweise in der Schloßkirche zu Wittenberg am 17. Juni abzuhalten.

Dies ist deshalb besonders, da der Ritterschlag in den über 300 vergangenen Jahren stets (bis auf ganz wenige Ausnahmen) am geistigen und geistlichen Zentrum des Johanniterordens, zunächst Sonnenburg und dann bis heute Nieder-Weisel, durchgeführt wurde.

Die Ritter des Johanniterordens haben sich am Samstag nach dem Abendsegen um 18.00 Uhr auf dem Alten Markt zum gemeinsamen Einzug in die Schlosskirche aufgestellt. Der Ritterschlaggottesdienst fand im Anschluss in der Schlosskirche statt. 


Durch den Herrenmeister des Johanniterordens, S.K.H. Dr. Oskar Prinz v. Preußen, wurden dabei für den weltweit agierenden Orden, zum neuen Regierenden Kommendator Thilo v. Selchow und zu neuen Ehrenkommendatoren Marc-Aurel v. Dewitz, Richard Graf zu Eulenburg und Bernd v. Harnier ernannt; insgesamt 76 Ordensmitglieder wurden zu Rechtsrittern geschlagen. Das Ehrenritterkreuz hat Frank Böker, Vorsitzender der Geschäftsführung der Johanniter GmbH, erhalten.

Die Festpredigt hielt der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Heinrich Bedford-Strohm. Die Gäste zum Ritterschlag kamen u.a. aus England, Finnland, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Südafrika, Ungarn sowie aus den USA und haben bereits vor dem Ritterschlag das vielfältige Programm in Wittenberg genutzt. Am Sonntag tagte zum Abschluss der Johanniter-Feierlichkeiten das sogenannte „Erweiterte Kapitel“, das höchste Organ des Johanniterordens.