40 Jahre Johanniter-Haus Dietrichsroth

Dreieich, 16. September 2017

Mit einem schwungvollen Ständchen nach der Melodie vom Klassiker „Zum blauen Bock“ sang der Chor des Hauses gemeinsam mit den Mitarbeitern über „ihr“ Haus-Dietrichsroth und eröffneten mit der Strophe „ Im Dietrichsroth beim Äppelwoi da gibt’s ein Wiedersehn“ den Festtag. Beschwingt ging es anschließend in die Festreden und Grußworte. Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste mit Erinnerungen von vor 40 Jahren. Einrichtungsleiterin und Johanniterschwester Gabriele Roettger führte Helmut Schmidt als damaligen Bundeskanzler an, zeigte, dass zur damaligen Zeit vielerorts noch Häubchen Bestandteil der Arbeitskleidung in der Pflege waren und dass schon vor 40 Jahren das Engagement für eine pflegerische Betreuung in Dreieich durch die Mitwirkenden im damals gegründeten Verein der Bürgerhilfe in Dreieichenhain verortet war.  Die Zeiten haben sich geändert – die Pflege hat sich verändert. Die politische Einflussnahme stieg mit der Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995, die Krankheitsbilder verändern sich und die Professionalisierung der Pflege hält Einzug in den beruflichen Alltag. Diesen Neuerungen und Herausforderungen stellt sich das Johanniter-Haus Dietrichsroth gern auch in den kommenden Jahrzehnten, so Gabriele Roettger. Frau Ruth Moser-Weikert schloss als Geschäftsführerin des Johanniter Seniorenhäuser GmbH Süd das Haus in den Verbund der Johanniter ein, welches hier in Dreieich mit seiner Vielfältigkeit einen gang besonderen Platz hat. Durch den Anschluss der Kindertagesstätte und dem großen Komplex von betreuten Wohnungen sind die Johanniter in ihrer Vielfalt aufgestellt. Der Landrat Oliver Quilling lobte das Engagement des Hauses, welches vor 40 Jahren eines der ersten Pflegehäuser im gesamten Landkreis Offenbach war und sich schon damals mit einer umfangreichen Beschäftigung dem pflegebedürftigen Menschen zugewendet hat. Dieter Zimmer zeigte in seinem Grußwort auf, dass er als Bürgermeister stolz darauf ist die Johanniter als kompetenten Partner an der Seite der Stadt Dreieich zu wissen und wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Zukunft durch ein Mehr an Pflegebedürftigkeit und ein Weniger an Fachkräften die Gesellschaft vor eine große Herausforderung stellt.  Zum Abschluss seiner Worte dankte er den Mitarbeitenden, wobei ein ganz besonderer Dank an Frau Erika Gems ging, die bereits seit 23 Jahren das Haus Dietrichsroth durch seine Höhen und Tiefen begleitet und seit 10 Jahren als Pflegdienstleitung die Verantwortung von 124 Bewohnern im Hause trägt. Dieser Dank  wurde durch einen tosenden Applaus aller Gäste befürwortet.  Die Vorstandsvorsitzende Frau Maritta Sauer resümierte in ihrer Rede die Entstehungsgeschichte des Hauses und die Arbeit des Fördervereins, die zusätzlich zu den Hausangeboten durch eine Vielzahl von Unternehmungen das Leben der Senioren abwechslungsreich gestalten. Der regierende Kommendator der Hessischen Genossenschaft des Johanniterordens und Johanniterritter Herr Riedesel Freiherr zu Eisenach lobte das Haus als ein Haus volle Freude und Leben. Er dankte allen Mitarbeitenden des Hauses, die zum Wohl und Glück der Senioren beitragen. Dem schloss sich der Vorsitzende des Kuratoriums Herr Baron van Dedem an und zeigte auf, dass das Johanniter-Haus Dietrichsroth vorbildlich dem Credo des Johanniterordens –„im christlichen Glauben dem Armen und Kranken helfend“  im Alltag durch die Vielzahl von liebevollen Worten und Gesten treu ist. Die Vorsitzende  Johanniter Hilfsgemeinschaft Dreieich Frau Baronin van Dedem signalisierte das Innovative des Hauses als wegbereitend für die zukünftigen Herausforderungen. So konnte mit der Unterstützung der Johanniter Hilfsgemeinschaft das Kneipp-Projekt mit den Wassertretbecken und dem Barfußpfad ins Leben gerufen werden und so der erste Schritt hin zu einer Kneipp-Senioreneinrichtung erfolgreich gegangen werden.  Sven Korsch als Vorstand des Regionalverbandes der Johanniter-Unfallhilfe Offenbach machte deutlich, dass er den Zusammenhalt der unterschiedlichen Ordenswerke der Johanniter als Mehrwert für die Johanniter erlebt und schätzt. Frau Levi von den Hainer Weibern betonte die sehr enge Verbundenheit mit dem Haus Dietrichsroth und konnte mit ihren emotionalen Worten als direkte Angehörige von der Herzlichkeit und der liebevollen und professionellen Pflege aller Mitarbeitenden im Haus berichten. Mit ihren Gedanken rundete sie die Summe der Glückwünsche und Ehrungen der Redner ab und leitet in die Worte der Pfarrerin Barbara Schindler der Burgkirchengemeinde ein. Mit einer wunderschönen Andacht und den zukunftsweisenden Ideen der weiteren Vernetzung des Hauses mit den Kirchgemeinden der Stadt leitete sie in den gemeinsamen Gesang von Bewohnern, Gäste und Mitarbeitern mit dem Lied „Lobe den Herren“ ein. An das große Lob an die Mitarbeitenden des Hauses, welches in allen Ansprachen deutliche wurde, schloss sich Frau Roettger mit der Ehrung langjähriger Mitarbeiter, die bereits über 15 Jahre zu dem Wohlbefinden der Senioren beitragen, an. Eine herzliche Umarmung und ein bunter Blumenstrauß symbolisierten den großen Dank.
Und was wäre ein Geburtstag ohne Geburtstagstorte… Mit einem Feuerwerk und begleitet von großem Applaus der Gäste wurde die leckere Erdbeercremetorte angeschnitten und jeder Gast bekam ein Stück – so wie jeder Gast diesen Tages auch seinen Teil zum Gelingen von 40 Jahren Johanniter-Haus Dietrichsroth beigetragen hat.  Nach diesem offiziellen Festakt wurde es bunter. Am Nachmittag traten die Bimmbären auf, die bereits über Jahrzehnte mit ihren tollen Tänzen und hübschen Kostümen die Bewohner begeistern. Ungekrönter Höhepunkt war der Auftritt von Trude Herr. Mit Charme, Stil und Prestige kam „sie“ als „Frau von Format“ und löste herzhaftes Lachen bei allen Gästen aus. Musikalisch wurde der Tag durch die stimmungsvolle Livemusik des Interton Trios um Sänger und Gitarrist Helmut Sauer begleitet.Dank der kulinarischen Verköstigung mit Leckerem vom Grill und schmackhaften Salaten sowie den gekühlten Getränken wurde das Fest von allen gelobt, bei dem die Erinnerung an vergangene Zeiten aber auch der hoffnungsvolle und optimistische Blick in die Zukunft die Gäste verbunden hat.