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Die Pflegedienstleitungen der Johanniter-Altenpflegeeinrichtungen sind am 15. und 16. Juni in Eisenach zur jährlichen Bundespflegekonferenz der Johanniter Seniorenhäuser GmbH zusammen gekommen. An zwei Tagen konnten sich die 53 Teilnehmer über fachliche Themen und persönliche Erfahrungen in der Praxis austauschen.
Schwerpunkt der Veranstaltung war die Vorstellung der Rahmenempfehlungen zum Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz in der stationären Altenhilfe. Dr. Margareta Halek vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) war maßgeblich an der Entwicklung der Rahmenempfehlungen beteiligt und stellte den Teilnehmern Grundsätze und Kernelemente der Rahmenempfehlungen vor. Diese beinhalten keine konkreten Handlungsanweisungen, sind aber durch den Empfehlungstext und ausführliche Begründungen als Nachschlagewerk für Pflegende und Betreuerinnen bestens geeignet.
Ein zweiter großer Themenschwerpunkt war das Thema „Lob und Anerkennung durch förderliches Feedback“, vorgestellt von Eckhard Schröder, Leiter des Sozialen Dienstes im Johanniter-Stift Dortmund. Sein Vortrag zeigte Möglichkeiten der Motivierung durch Wertschätzung, Anerkennung, Lob und Belohnung auf. Praktische Übungen rundeten den Vortrag ab. Diese Vorstellung fand großen Zuspruch bei den Teilnehmern. Sie konnten wertvolle Erfahrungen und Anregungen für ihre Arbeit sammeln.
Ein weiterer Beitrag war die Vorstellung der neuen Ergebnisse der 3Q-Studie. Die 3Q-Studie untersucht den Zusammenhang von Personal-, Bewohner- und betriebswirtschaftlichen Indikatoren in stationären Altenpflegeeinrichtungen. Das gemeinsame Projekt der Johanniter GmbH, der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA-Pflege) sowie der Bergischen Universität Wuppertal lief von 2007 bis 2009, die Weiterführung bis 2012 wurde kürzlich beschlossen.
Wie in den Vorjahren konnte auch zur diesjährigen Bundespflegekonferenz ein Referent aus einem anderen Ordenswerk gewonnen werden. Dr. Christine Freiin v. Reibnitz (Johanniter Schwesternschaft) thematisierte in Ihrem Vortrag die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die voraussichtliche Anzahl der Pflegekräfte und betonte die Notwendigkeit einer strategisch geplanten Personalpolitik sowie den Einsatz von altersgemischten Teams in der Pflege.