Wie wir arbeiten

Konzept

„Wo Kinder sind, da ist ein goldenes Zeitalter“  sagt Novalis.

 

Aber so einfach ist das für Kinder und Familien leider nicht, gerade in unserer heutigen Zeit. Genau an dieser Stelle setzt Lacrima mit ihrem Projekt in sozialer Verantwortung an.

 

Denn Kinder sind in unserer Gesellschaft ohnehin benachteiligt. Vielfach fehlen Einrichtungen und Ansprechpartner für sie. Die Eltern, sofern sie eine Familie bilden, sind meist beide berufstätig und haben wenig Zeit und Aufmerksamkeit für ihre Kinder. Verhängnisvoll ist es dann für die Kinder, wenn ihnen in solchen Grenzsituationen Vertrauenspersonen fehlen oder auch durch die eigene Betroffenheit nicht die nötige Stütze geben können. Gerade bei geschiedenen Elternteilen, getrennt lebenden Eltern oder Alleinerziehenden, wie es heute weit verbreitet ist, verschärft sich diese Situation noch. Nicht bearbeitete Trauer kann zu inneren Blockaden, (Auto-)Aggressionen, Regressionen (Entwicklungsrückschritten), zu psychischen und physischen, kurz zu (Selbst-)Schädigungen führen oder das Leben nachhaltig beeinflussen.

 

Stell dir vor: Ein Kind verliert einen Elternteil, einen Bruder oder eine Schwester durch Tod. Mit wem können diese Kinder sprechen? Mit wem ihre Trauer durchleben? Ihre Freunde und Klassenkameraden ziehen sich oft lieber zurück, da sie nicht wissen, was sie sagen oder tun sollen. Es ist auch schwierig mit dem überlebenden Elternteil zu sprechen, weil dieser mit seiner eigenen Trauer beschäftigt ist. Wie sollen Kinder mit einem solchen Verlust umgehen?

Trauer braucht Anteilnahme und beruhigende Rituale, die heute allenfalls in christlichen oder verwandten Rahmen bereitgestellt werden. In dieser Lücke entfaltet Lacrima seine wichtige Tätigkeit. Das Zentrum gibt die für Kinder in Trauer so nötige hilfreiche Begleitung.

 

Die Grundgedanken unserer Arbeit sind:

  • Trauer ist eine natürliche Reaktion und keine Krankheit, kann aber krank machen
  • Jeder Mensch hat die natürliche Fähigkeit durch die eigene Trauer zu gehen
  • Achtsamkeit und Akzeptanz unterstützen den Trauerprozess

 

Die Dauer und die Intensität ist bei jedem Menschen unterschiedlich.

 

Die Arbeit unterscheidet sich von den üblichen Therapie- und Beratungsformen, denn ungewöhnliche Situationen brauchen auch flexiblere und phantasievollere Reaktionen.

 

Unser Angebot ist für die Betroffenen kostenfrei.