Die Johanniter feiern 5 Jahre Lacrima

Anna Niemeier - Gelsenkirchen/Datteln , 25. Juni 2015

In gemütlicher Runde wurde im Garten des Familienzentrums Johanniter-Kinderhaus gegrillt und gefeiert

Bildunterschrift: (v.l.n.r.) Birgit Bona - Schmidt, Barbara Papke, Kerstin Umierski, Lisa Hötting, Monika Milte, Benjamin Wobig, Christel Reck und Elvira Baumeister

Die Ehrenamtlichen Helferinnen und die hauptamtliche Leitung Christel Reck haben sich schon lange auf den Tag gefreut, fünf Jahre gibt es nun schon die Trauergruppe für Kinder und Jugendliche namens Lacrima.

 

„Als ich vor fünf Jahren von dem Projekt erfuhr, wusste ich von Anfang an, dass ich mitmachen und die Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien betreuen wollte“, gesteht Christel Reck. „Die Trauerbegleitung ist keine leichte Aufgabe und ich musste zu Beginn der Tätigkeit lernen, damit umzugehen aber die positive Entwicklung am Ende der Trauerbegleitung bestärkt mich immer wieder darin, mit der Arbeit fortzufahren.

 

Mit einem kleinen Grillfest in familiärer Atmosphäre wurde auf die Zeit zurückgeblickt. In den fünf Jahren gab es viele Familien, denen Lacrima geholfen hat, mit einem Verlust umzugehen.  Dabei ist es egal, ob es Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte waren, die verstorben sind. Wichtig ist, dass Kinder und Jugendliche einen Raum bekommen, in dem sie Trauern können und zwar auf die Art und Weise, wie sie möchten. „Viele Kinder und Jugendliche wollen mit ihrer Trauer die Eltern nicht belasten, das ist eine schwierige Situation für sie“, weiß Christel Reck. „Hier in der Gruppe können sie sich mit gleichaltrigen austauschen, ihre Trauer auf kreative Weise verarbeiten oder erst mal einfach nur dabei sein“. Wir schaffen durch Impulse, Kreativangebote aber auch durch die Rituale wie z.B. „Kerzenrunde“ den nötigen Raum für die Trauer und dürfen erleben wie sich Kinder und Jugendliche entwickeln.

 

Diese Vielseitigkeit schlug sich auch in den verschiedenen Aktionen im Rahmen der Feier nieder. Nachdem sich alle am Grill gestärkt hatten, konnten Luftballons mit ganz persönlichen Wünschen in den Himmel gesendet und ein Gruppenbild mit Spray-Farbe gestaltet werden. Das Besondere an diesem Bild war, dass es aus vielen kleinen Leinwänden bestanden hatte, von denen jede Familie am Ende ein Stück mit nach Hause nehmen konnte. Das Grillgut und das Geschirr wurde übrigens großzügiger Weise von Metzger Baumeister aus Datteln zur Hälfte gespendet.

 

Die Teilnahme an der Trauergruppe ist ein kostenloses Angebot und findet zurzeit in Datteln und Gelsenkirchen statt. Weitere Informationen erhalten sie bei Christel Reck unter der Rufnummer 0172-8639426.