Katastrophenschutz Lübeck

Bei Katastrophen und in Krisensituationen ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren. Deswegen üben die Katastrophenschutz-Einheiten der Johanniter regelmäßig, wie sie in unklaren Lagen professionell handeln müssen.

Die ehrenamtlichen Helfer sind in Sanitäts- und Betreuungseinheiten organisiert. Sie treffen sich regelmäßig und nutzen ihre Technik und Fahrzeuge auch für Einsätze im "Normalfall": Bei Großveranstaltungen, Sportereignissen oder Konzerten. So lernen sie ihr Handwerk kennen und können im Ernstfall als routinierte Helfer eingreifen.

Viele der Helfer unterstützen auch ehrenamtlich den Rettungsdienst. Sie kennen die Notlagen, in die Menschen geraten können.

Die Johanniter bilden außerdem Rettungshundestaffeln aus. Die Prüfungen der Johanniter-Hundeteams gehören zu den schwersten Prüfungen in Europa.

Das Bundesministerium des Inneren und die Bundesländer unterstützen unsere Arbeit im Katastrophenschutz finanziell und beziehen uns in ihren Auftrag zur Sicherheit ein.

Bevölkerungsschutz ist Zivilschutz 

Zivilschutz ist die Sammelbezeichnung für öffentliche und private Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung in einem Verteidigungsfall.

Ziel ist es, die Bevölkerung, Wohnungen und Arbeitsstätten sowie lebenswichtige Infrastruktur und Kulturgut zu schützen bzw. Schäden zu beseitigen oder zu mildern.

Die Johanniter sind mit der Selbstschutz-Ausbildung und mit dem Katastrophenschutz in den Zivilschutz eingebunden.

Selbstschutz - Hilfe zur Selbsthilfe

Wie kann ich Verletzten helfen? Was kann ich im Notfall tun? Wie soll ich mich verhalten? An wen kann ich mich wenden? Diese Fragen stellen sich nicht nur im Falle einer Katastrophe, sondern auch im täglich Leben, in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit.

Deshalb fördert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die Ausbildung von Ersthelfern und medizinischen Hilfspersonal.

Fast täglich sehen wir im Fernsehen Unfälle und Katastrophen. Was ist, wenn wir  es selbst mit Feuer, Hochwasser, Chemieunfall oder Stromausfall zu tun bekommen Dann vergeht Zeit bis Hilfe eintrifft. Zeit, die wir nicht haben. Oft kommt es auf die ersten Minuten an, die über Leben und Besitz entscheiden.

Das richtige Verhalten in Notsituationen und die Vorbereitungen für diesen Fall, nennt man Selbstschutz.

Medizinische Erstversorgung

Das Bundesamt für Zivilschutz und Katastrophenhilfe fördert die Ausbildung von Jugendlichen im Alter von 10 bis 16 Jahren. In Gruppen von 15 Teilnehmern wird der Umgang mit Verletzten und Erkrankten geübt, das Löschen von Entstehungs- und Personenbränden gezeigt und es werden allggemeine Hinweise zum Verhalten in Notsituationen gegeben.

Es ist das Ziel, 10% der Jugendlichen in Selbstschutz zu unterrichten. Schüler der achten und neuen Klasse an Schulen mit einem ganztägigen Angebot werden bevorzugt. Wir kommen aber auch zu Konfirmanden- und Jugendgruppen oder bieten unsere Räume für Kurse an.

Die Teilnahme ist für die Jugendlichen kostenfrei.

Der Lehrgang hat die selbe Gültigkeit wie eine Unterweisung in Lebensrettenden Sofortmaßnahmen für den Erwerb des Führerscheins bis zur Klasse B (Auto mit 3,5 t).

 

Katastrophenschutz

Was ist eine Katastrophe?

"Normale" Schadensfälle werden im Regelfall durch Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei etc. im Rahmen der alltäglichen Arbeit und in gewohnten Strukturen abgearbeitet.

Um eine Katastrophe handelt es sich dagegen, wenn alle beteiligten Behörden und Hilfsorganisationen unter einheitlicher Leitung der Katastrophenschutzbehörde zusammenwirken müssen, damit

  • Leben, Gesundheit und lebensnotwendige Versorgung zahlreicher Menschen
  • bedeutende Sachgüter
  • oder die Umwelt

geschutzt werden können.

Beispiele für Katastrophen in Schleswig-Holstein sind...

  • Überschwemmungen und Sturmfluten (Flutkatastrophe 1872)
  • Andere Naturgewalten (Katastrophenwinter 1978/79)
  • Freisetzung von Gefahrstoffen aus chemischen Anlagen, Kernkraftwerken oder bei Transportunfällen
  • Katastrophenschutz ist Teil des Zivilschutzes des Bundes im Verteidigungsfall.

Die Johanniter in Lübeck...

halten zwei Einheiten vor, die für solche Fälle besonders ausgebildet und ausgerüstet sind:

  • Eine Sanitätsgruppe-Transport
  • Eine Logistikgruppe mit Feldküche

Weitere Aufgaben des Zivilschutzes

Darüber hinaus wurden folgende Aufgaben des Zivilschutzes gesetzlich geregelt.

  • Warnung der Bevölkerung
  • Schutzbauten
  • Aufenthaltsregelung.
  • Medizinische Versorgung von Verletzten und Erkrankten
  • Schutz von Kulturgut

Nachrichten

Ihr Ansprechpartner Matthias Rehberg

Bereichsleiter Rettungsdienst, Fahr- und Einsatzdienste sowie Hausnotrufdienst
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Bei der Gasanstalt 12
23560 Lübeck

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