Rettungshundestaffel der Schleswiger Johanniter

Die Johanniter-Rettungshundestaffel

Um nachts im Wald einen bewusstlosen Menschen zu finden, müssen die Retter Mann neben Mann gehen und das Areal Meter für Meter absuchen. Das dauert – im Notfall geht es aber um Sekunden. Ein Rettungshund findet einen Vermissten in kürzester Zeit. Die Spürnasen der Johanniter-Rettungshunde sind deshalb im wahrsten Sinne des Wortes Lebensretter.

Immer im Einsatz

Die Johanniter-Rettungshunde sind Spezialisten, wenn es darum geht, in unwegsamen Gelände oder großen Wäldern vermisste Personen aufzuspüren. Sie arbeiten bei jedem Wetter, tagsüber und auch nachts.

Die Johanniter-Rettungshundestaffeln werden oft von der Polizei oder der Feuerwehr zu Hilfe gerufen, wenn es darum geht:

 

  • ältere Personen zu finden, die in Lebensgefahr schweben, weil sie verwirrt sind oder wichtige Medikamente nicht eingenommen haben
  • spielende Kinder zu suchen, die sich verlaufen haben
  • Jogger, Mountainbiker oder Reiter zu finden, die nach einem Sportunfall hilflos im Wald liegen
  • Wanderer, Pilzsucher oder Jäger zu suchen, die nach einem Schwächeanfall dringend einen Arzt brauchen
  • Unfallopfer im Schockzustand zu finden, die sich vom Unfallort entfernt haben
  • suizidgefährdete Personen rasch zu finden
  • Menschen zu suchen, die nach Erdbeben verschüttet oder eingeklemmt sind und schnelle Hilfe benötigen

Moin Moin ...Wir sind die Rettungshundestaffel der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. aus dem Ortsverband Schleswig - Flensburg. Schön, dass Sie sich bei uns informieren möchten!

 

Unsere Rettungshundestaffel besteht zurzeit aus 17 Mitgliedern, davon 15 Hundeführer mit 18 Hunden, 2 Helfer ohne Hund. Die Rettungshundearbeit ist kein Sport, sondern ernsthafte Arbeit. Unsere Tätigkeit gehört in den Bereich des Katastrophenschutzes und Rettungsdienstes, unsere Einsatzgebiete sind reale Notfälle und Großschadenslagen. Deshalb ist diese Arbeit sehr ernst zu nehmen und nicht als Hobby oder Freizeitbeschäftigung zu sehen. Wir bilden unsere Hunde aus, damit sie im Notfall Menschen retten, und sie, wenn möglich, vor größerem Leid bewahren.

 

Die Not, Angst und das Leid anderer Mitmenschen ist kein Abenteuer für gelangweilte Zeitgenossen. Das Rettungshundeteam ist nur ein kleiner Teil der Einsatzmannschaften an der Einsatzstelle. Nur wenn alle Hand in Hand arbeiten und es kein unnötiges Kompetenzgerangel gibt, ist erfolgreiche Hilfe möglich.

 

Es werden in der Rettungshundestaffel hohe Anforderungen an den Hundeführer gestellt, wie z. B. » Psychische Belastbarkeit, physische Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft, Geduld, Zeit, Einfühlungsvermögen in den Hund, Teamgeist, Hundeverstand, Integrationsbereitschaft, Sachkenntnis(Erste Hilfe, Kartenkunde, Einsatzlogistik), Mut und Leidensfähigkeit.

 

Wir üben regelmäßig jeden Montag von 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr, jeden Samstag von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr in unterschiedlichen Gebieten.

Förster und Standortverwalter sind uns gut gesonnen, so dass wir unsere Suchgebiete oft wechseln können.

 

Die Ausbildung zum Rettungshundeteam dauert ca. 2 - 3 Jahre. Bevor Hund und Hundeführer in die Rettungshundestaffel der Johanniter - Unfall - Hilfe aufgenommen werden, müssen sie einen Eignungstest absolvieren. Diesen macht man in der Regel am Anfang der Ausbildung. Denn nur die Hunde, die sich in verschiedenen Situationen (z.B. bei Feuer, Rauch und noch vieles mehr) gelassen zeigen, werden zusammen mit ihren Hundeführern ausgebildet.

 

Wir haben in unserer Rettungshundestaffel nur Flächensuchhunde. Flächensuchhundeteams werden immer dann eingesetzt, wenn Personen in Waldgebiete oder ländlichen Regionen vermisst werden. Das können ältere Menschen sein, die nicht mehr nach Hause finden oder die plötzlich krank werden, Kinder die sich verlaufen haben, Spaziergänger, die einen Unfall hatten, verzweifelte Menschen mit Selbstmordabsichten und so weiter...  

 

In solchen Suchgebieten müssen große Flächen zu Fuß abgesucht werden, buschiges, unwegsames Gelände muss durchkämmt werden. Als Mensch muss man um genau suchen zu können, dann schon Mann an Mann gehen und trotzdem unter jeden Busch sehen. All das bedeutet einen erheblichen personellen, zeitlichen und logistischen Aufwand. Vor allem kosten die initiale Organisation dieser Suchketten sehr viel Zeit, Zeit die man gerade in den ersten Stunden am wenigsten hat.

Die Alarmierung einer Hundestaffel geht sehr viel schneller. Insbesondere kann ein gut ausgebildetes Flächensuchteam Suchketten ersetzen, denn was bei uns viele Augen nicht sehen, kann eine Hundenase dennoch riechen. Der Hund durchstreift also mit hoher bis halbhoher Nase eine Fläche und zeigt jeden Menschen an, den er dort in charakteristischer Position (hockend, liegend, sitzen) findet. Genauso wenig wie den idealen Menschen gibt es natürlich auch nicht den idealen Rettungshund. Dennoch existieren Grundvorrausetzungen und bestimmte Eigenschaften die ein Rettungshund mitbringen muss.

 

Wie z. B. Selbstständigkeit, Führigkeit, Hohe Nasengüte, Finderwillen, Suchpassion, Ausdauer in der Suche, Arbeitswillen, Gesundheit, körperliche Unversehrtheit, physische Ausdauer, Kinderfestigkeit, hohe Frustrationstoleranz, Intelligenz, Ausgeglichenheit, Konzentrationsfähigkeit, soziale Verträglichkeit, Selbstbewusstsein, Menschenfreundlichkeit, Alltagsfestigkeit

 

Wenn Sie sich und Ihren Hund hier wieder finden, nehmen Sie doch gleich mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns auf Sie.

 

Unterstützen Sie unsere ehrenamtliche Arbeit. Mehr Informationen hier.

Ansprechpartner: Rettungshundestaffelführer Jörg Oestreich

Moltkestraße 25


24837 Schleswig

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