Rettungshundestaffel Salzhausen

Die Johanniter-Rettungshundestaffel

Um nachts im Wald einen bewusstlosen Menschen zu finden, müssen die Retter Mann neben Mann gehen und das Areal Meter für Meter absuchen. Das dauert – im Notfall geht es aber um Sekunden. Ein Rettungshund findet einen Vermissten in kürzester Zeit. Die Spürnasen der Johanniter-Rettungshunde sind deshalb im wahrsten Sinne des Wortes Lebensretter.

Immer im Einsatz

Die Johanniter-Rettungshunde sind Spezialisten, wenn es darum geht, in unwegsamen Gelände oder großen Wäldern vermisste Personen aufzuspüren. Sie arbeiten bei jedem Wetter, tagsüber und auch nachts.

Die Johanniter-Rettungshundestaffeln werden oft von der Polizei oder der Feuerwehr zu Hilfe gerufen, wenn es darum geht:

 

  • ältere Personen zu finden, die in Lebensgefahr schweben, weil sie verwirrt sind oder wichtige Medikamente nicht eingenommen haben
  • spielende Kinder zu suchen, die sich verlaufen haben
  • Jogger, Mountainbiker oder Reiter zu finden, die nach einem Sportunfall hilflos im Wald liegen
  • Wanderer, Pilzsucher oder Jäger zu suchen, die nach einem Schwächeanfall dringend einen Arzt brauchen
  • Unfallopfer im Schockzustand zu finden, die sich vom Unfallort entfernt haben
  • suizidgefährdete Personen rasch zu finden
  • Menschen zu suchen, die nach Erdbeben verschüttet oder eingeklemmt sind und schnelle Hilfe benötigen

Die Rettungshundearbeit gehört in den Bereich des Katastrophenschutzes und Rettungsdienstes. Es werden hohe Anforderungen an den Hundeführer gestellt, wie z. B. die psychische und physische Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft, Geduld, Zeit, Einfühlungsvermögen, Teamgeist und Integrationsbereitschaft. Der Hund sollte arbeitswillig, gesund, sozial verträglich, selbstbewusst, menschenfreundlich und „alltagsfest“ sein.

Die Rettungshundestaffel Salzhausen ist ein sehr junges Team, gegründet im Januar 2017. Ziel unserer zukünftigen Arbeit ist es, Mantrailer und Flächensuchhunde so auszubilden, dass die unterschiedlichen Teams im Einsatz möglichst effizient zusammenarbeiten. Während die Mantrailer-Spürhunde die Richtung „sichtbar“ machen, in die sich der Vermisste begeben hat, arbeiten die Flächensuchhunde parallel große Flächen sicher ab.

Wir wollen überwiegend im Landkreis Harburg, nach sogenannten „abgängigen Personen“ suchen.

Die Rettungshundearbeit ist primär eine ehrenamtliche Hilfs- und Rettungstätigkeit und kein Hundesport um das Tier zu beschäftigen. Wir nehmen unsere Arbeit sehr ernst und sehen die Rettungshundearbeit nicht als Freizeitbeschäftigung oder Hobby. Der Rettungshundeführer muss sowohl körperlich als auch geistig fit sein und darüber hinaus ein hohes Verantwortungsbewusstsein für seine Arbeit mitbringen.

Jeden Montag von 19 bis 22 Uhr trainieren wir die Suche nach Vermissten, den Umgang mit Gerüchen, Wind und Gelände und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Teams. Hinzu kommen regelmäßige theoretische Ausbildungsabende, die die Bereiche Kompass- und Kartenkunde, Kynologie, Erste Hilfe am Hund, Sprechfunk, Einsatztaktik, Unfallverhütung und eine Sanitätshelferausbildung in den Fokus rücken. Ziel ist es, nach einer etwa zweijährigen Ausbildung die Rettungshundeprüfung zu absolvieren.

Wir freuen uns über Interessenten, die bereits Erfahrung mit Hunden haben und es sich vorstellen können, unser Team zu verstärken. Der Hund sollte nicht älter als zwei Jahre, gesund, fit, menschenfreundlich und gut sozialisiert sein. Vom Hundeführer erwarten wir Erfahrung im Umgang mit Hunden, Teamgeist und den Willen zu sozialem Engagement.

Ihr Ansprechpartner Anja Lütchens

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Harburg

Bahnhofstraße 5
21376 Salzhausen