Plaudercafe in der Tagesstätte

Jüterbog, 30. Juli 2017

Der Stadtchronist Hendrik Schulze war dem genannten Sonntag bei uns zu Gast. Diesmal war sein Thema, "Vom Preußenadler zum Sowjetstern". Zahlreiche Bewohner haben die Gelegenheit genutzt, Informationen zur Garnisonsstadt Jüterbog zu erfahren. Denn in dieser Hinsicht hat Jüterbog wirklich viel zu erzählen. Bereits zu Kaiserzeiten wurde eine Kaserne im Dorf Damm errichtet. Als diese zu klein wurde, entstand Neues Lager. In Niedergörsdorf gab es sogar zwei große Hallen, in denen Zeppeline untergebracht waren. Diese Hallen existieren allerdings nicht mehr. Alle militärischen Gebäude in und um Jüterbog wurden im 1. und im 2. Weltkrieg genutzt. Nach 1945 zogen die sowjetischen Streitkräfte ein. Erst mit der deutschen Einheit verloren die Gebäude ihre Funktion und wurden umgebaut, abgerissen oder stehen heute leer.
Herr Schulze erzählte, dass im 2. Weltkrieg eine Bombe im Bereich der Fuchsberge herunter fiel. Eine Gärtnerei wurde dabei zerstört. Menschen kamen zum Glück nicht zu schaden. Einige Bewohner berichteten von ihren Erlebnissen aus dieser Zeit. Angeregt durch die Gespräche, äußerten die Bewohner den Wunsch, mehr aus dieser Zeit und Geschichten aus Jüterbog zu erfahren.