Landtagsabgeordnete macht sich vor Ort ein Bild

Rimbach, 11. Mai 2018

Birgit Heitland (7.v.li.), Doris Kohl (5.v.li.) und Heike Steffens (4.v.li.), Sylvia Jeuthe (2.v.li.). Foto: Petra Hebenstreit

Über den Zeit- und Fachkräftemangel in der Pflege war in den letzten Monaten viel zu hören. Jetzt wollte sich Birgit Heitland, Landtagsabgeordnete für den Kreis Bergstraße, selbst einmal vor Ort ein Bild von der Situation machen. Unterstützt von Doris Kohl als Mitglied der Gemeindevertretung besuchte sie, passend zum Tag der Pflege am 12. Mai 2018, das Johanniter-Haus Weschnitztal und sprach mit mehreren Mitarbeitern über die Anforderungen, welche heute an die Pflegekräfte gestellt werden.

Im Austausch mit Einrichtungsleitung Heike Steffens, Pflegedienstleitung Wanda Gaida sowie Sylvia Jeuthe, Einrichtungsleitung des Johanniter-Haus Lorsch und weiteren langjährigen Pflegekräften, der Sozialdienstleitung und Felicia Schöner vom Hospizdienst Odenwald, kam mehrfach zur Sprache, dass sich mit Inkrafttreten der Pflegeversicherung die Arbeitsbedingen verschärft haben. Ein immer größerer Arbeits- und Dokumentationsaufwand ist von vergleichsweise immer weniger Arbeitskräften zu leisten.

Im weiteren Gespräch zeigte Birgit Heitland verschiedene Punkte  aus dem Koalitionsvertrag der CDU/SPD Koalition auf Bundesebene auf sowie den Aspekt, dass man bspw. dem Fachkräftemangel in Hessen begegnen könnte, indem die Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung gesenkt werden.

Der Landtagsabgeordneten wurde in diesem Zusammenhang von den Mitarbeitern des Johanniter-Hauses ebenfalls die neue bundesweit angelegte Arbeitgeberkampagne der Johanniter Seniorenhäuser „besser-für-alle“ vorgestellt. Diese soll ebenfalls dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenwirken. Mit der frischen, bunten Kampagne wollen die Johanniter nicht nur auf sich als attraktiven Arbeitgeber aufmerksam machen, sondern zugleich dazu beitragen, den öffentlichen Dialog in Deutschland über Pflege- und Sozialberufe anzuregen und mitzugestalten. „Es ist längst überfällig, dass  die Arbeit der Kollegen öffentlich wertgeschätzt und überall fair entlohnt wird“, bekräftigt Einrichtungsleitung Heike Steffens. Entsprechend ist auch das Motto der Kampagne – „besser–für-alle“ – wörtlich zu verstehen: Denn von einem hohen Personalschlüssel profitieren die neuen wie die aktuellen Mitarbeitenden und in erster Linie natürlich die Menschen, die sie betreuen.

Gemeinsam kam man zu dem Schluss, dass es sicherlich nicht ein Patentrezept für die Lösung all dieser Probleme gibt. Aber Birgit Heitland nahm gerne die Anregungen aus der Praxis entgegen, um sie auf politischer Ebene weiterzuleiten und somit die Position der Pflege zu unterstützen. Die Mitarbeiter des Johanniter-Hauses Weschnitztal freuten sich darüber, dass Ihnen jemand aus der Politik ein offenes Ohr geschenkt und die Probleme ernst genommen hat.