Musikfreizeit

Ein Konzert vom Feinsten in Beinrode

Begeistert zeigten sich Eltern, Großeltern und Verwandte der achtzehn Kinder ob der Darbietungen in der kleinen Kapelle des Johannitergutes. Das Abschlusskonzert kam ganz groß an. Bravo- und Zugabe-Rufe hallten durch den Raum.

Die Augen der Zuschauer leuchteten. Sie konnten es kaum fassen, was die Eleven in fünf Tagen dazulernten. Neben Melodien von Telemann, Bach, Schubert und Vivaldi spielten die Musikschüler auch Cowboy-Lieder, den Bärentanz von Bartok und einen mexikanischen Huttanz als Kontrastprogramm ein. Paula Schinz von einer Berliner Musikschule leitete nicht nur diese Jugendfreizeit, sondern auch das Abschlusskonzert. "Das war wieder eine ganz, ganz tolle Woche. Die Kinder zeigten sich diszipliniert. Ein großes Dankeschön gilt dem Betreuer-Team des Johannitergutes, das immer für uns da war", würdigte Paula Schinz die gelungenen Tage.

"Natürlich wollen wir auch den drei Dozenten Paula Schinz, Ulrich Roloff und Jan Ickert danken, die den Kindern sehr viel beibrachten", sagte Ulf Biedler, der Geschäftsführer des Gutes in Beinrode. Er überreichte den drei musikalischen Meistern einen Beutel mit Eichsfelder Spezialitäten. Zum dritten Mal fand dieser Musiksommer in Beinrode statt. Einige Kinder waren immer mit von der Partie. Auch für die Musiklehrer war es die dritte Veranstaltung in Beinrode. "Das Gelände ist bestens geeignet für solche Jugendfreizeiten. Bis zu acht Stunden haben wir am Tag musiziert. Aber auch die Freizeit kam nicht zu kurz. Die Werkstätten wurden genutzt, selbst in der Schmiede waren wir tätig", lobte Paula Schinz das Umfeld.

 

Die Ausbildung der einzelnen Teilnehmer war unterschiedlich. Einige musizieren erst seit einem Jahr, andere streicheln ihr Instrument bereits sieben Lenze. "Nach zwei Jahren sollte man ein Musikintrument beherrschen, sonst macht es keinen Sinn", unterstrich Jan Ickert die hohen Ansprüche. Philipp Schreck aus Oberursel ist eines der Multitalente dieser Gruppe. Der Dreizehnjährige spielt Cello, Klavier und Cembalo. Selbst komponieren tut er schon. Er erhielt mehrfach Beifall auf offener Szene. Auch Pauline Hoffmann aus Hammerbach, mit acht Jahren die Jüngste im Bunde. Es versteht sich von selbst, dass der vierte Musiksommer nächstes Jahr stattfindet. Man wird das Alter um ein Jahr erhöhen, damit sich das Gros der Gruppe wiedersehen kann.

 

Jochen Scheerbaum / 15.07.11 / TA

Meisterkonzert in der Gutskapelle Beinrode

Gemeinsam mit drei professionellen Musikern gehen die Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis vierzehn Jahren ihrer großen Leidenschaft, dem Musizieren, nach. Gewissenhaft proben alle in der einwöchigen Ferienfreizeit auf dem Gut an ihren jeweiligen Instrumenten und lernen viel für ihren musikalischen Werdegang. Um dem Nachwuchs zu zeigen, wie ein wahrlich meisterliches Konzert von Statten geht, luden die renommierten Musiker und gleichzeitig Lehrer des Musiksommers Paula Schinz am Klavier, Jan Ickert am Cello und Ulrich Roloff an der Querflöte zum Meisterkonzert.

Fèvre stammten. Der Erlös des Konzertes ist für den Kauf eines elektrischen Klaviers gedacht, erklärte die Leiterin des Musiksommers, Sabine Münchow. Heute spielen um 15 Uhr die Nachwuchsmusiker zum Konzert auf. Dabei sollen sie das neu Erlernte anwenden und zeigen, was sie musikalisch leisten können.

Stefanie Rödiger / 16.07.10 / TA