Pädagogisches Konzept

Unser Bild vom Kind

„Kinder haben Rechte“ - die Kinder haben in unserer Einrichtung das Recht:

  • auf eine kinderechte Erziehung, in der Wertschätzung, Vertrauen und Geborgenheit die Grundlagen sind,
  • ihre Gefühle offen zu zeigen und auszuleben,
  • im Spiel Erfahrungen zu sammeln und sich dabei frei zu entfalten,
  • sich frei zu bewegen (Garten, Bewegungsraum),
  • auf qualifiziertes Personal, das auf die Bedürfnisse eines jeden Kindes eingeht und damit zur individuellen Persönlichkeitsentwicklung beiträgt,
  • auf eigene Lösungen.


Die Kinder haben das Bedürfnis:

  • eigene Freunde zu finden,
  • dass man sie mag,
  • viel zu lernen,
  • groß zu werden,
  • selbstständig zu handeln,
  • manchmal alleine zu sein,
  • zu springen, laufen, singen, lachen, weinen…,
  • … und „ICH“ bleiben zu dürfen.

 

„Ein Kind ist wie ein Baum – es bringt die Wurzeln mit, den denen sich im Laufe seines Lebens ein kräftiger Baum entwickeln kann.“

Unsere Rolle als Pädagogen/innen

„Wir Erwachsene übernehmen die Rolle des Gärtners“

  • Wir geben dem Baum einen guten Platz (in der Kita oder der Familie), an dem er wachsen und gedeihen kann.
  • Wir versorgen den Baum mit guter Muttererde.
  • Wir achten darauf, dass er an seinem Platz genug Sonne bekommt.
  • Wir hegen und pflegen den Baum von Angang an.
  • Wir geben ihm Wasser, wenn das Wetter zu trocken ist.
  • Wir geben ihm Nährstoffe, die sein Wachstum fördern.
  • Wir achten darauf, dass er nicht von Schädlingen befallen wird.
  • Wir freuen uns, dass der Stamm sich so gesund und kräftig entwickelt.
  • Wir sorgen dafür, dass Äste, Zweige und Blätter genug Luft zum Atmen und Wachsen haben.
  • Wir haben Freude an jeder Blüte und an jeder Frucht.


Wir beobachten und bieten dem Kind eine vorbereitete Lernumgebung. Dabei verstehen wir es als unsere wichtigste Aufgabe, das Kind zu begleiten und zu unterstützen sowie es dort zu fördern, wo es das Kind braucht.

Unser Verständnis von Bildung

Egal ob unsere Politik, wir als Pädagogen oder die Eltern – haben unterschiedliche Anforderungen und Vorstellungen, die wir an unsere Kinder herantragen. Doch sollten wir uns die Frage stellen, ob das was wir fordern sich immer miteinander vereinen lässt und was von alle dem im Vordergrund in Bezug auf die Bildung, Betreuung und Erziehung der Kinder steht.
In unserem Kindergarten steht die Bildung, Betreuung und Erziehung der Kinder auf 3 Säulen: „Lernen im Alltag“, „weniger ist mehr“, „Kinder haben Rechte“.
An oberster Stelle verstehen wir dabei als Primarbildung die Bildung der Basiskompetenzen der Kinder:

  • Personelle Kompetenz (Selbstwahrnehmung, Motivation, Kognition, Physische Kompetenz)
  • Soziale Kompetenz (Werte und Orientierung, Verantwortungsübernahme, demokratische Teilhabe)
  • Lernmethodische Kompetenz (wie lerne ich)
  • Resilienz (Widerstandfähigkeit – Umgang mit Belastungen)


Erst wenn ein Kind diese alltags- und lebensnotwendigen Kompetenzen erlangt hat, ist es offen für die sekundäre Bildungsarbeit. Hierzu installieren wir in unserem Kindergarten situativ und nach individuellen Gruppenbedürfnissen und Interessen im zwei monatigen Rhythmus pädagogische Bildungsschwerpunkte. In jedem Bildungsschwerpunkt entwickelt sich ein Projektthema, mit förderangepasster Projektarbeit (z.B. „gelb, rot, grün, blau - kunterbunt – unsere bunte Welt der Farben“).


Das gelebte Spiel ist für uns in der täglichen Arbeit eines der wesentlichsten Bausteine, das wir den Kindern gewähren wollen. Das Kind entscheidet selbst, wo, mit wem, was, wie lange und warum es spielt. Es lernt, sich an Regeln zu halten, sich seine Zeit einzuteilen, selbst Entscheidungen zu treffen, Kreativ zu sein, sich mit anderen auseinanderzusetzen und sich durchzusetzen.

Auszüge aus unserer Konzeption:

Qualifizierte Elternarbeit: Wir halten in der Regel ein Erstgespräch, ein Elterngespräche anhand der Beobachtungen und Dokumentationen im Entwicklungsbogen und 4 Elternabende/Elterntreffs im Bildungsjahr, um die Kommunikation mit den Eltern sowie zwischen diesen zu stärken und zu vertiefen. Mehrerer Aktionen von und für Eltern stärken das gegenseitige Kennenlernen und die Atmosphäre in der Einrichtung.


Vielfältige Kulturalität:
Wir sind offen für alle Kulturen und nehmen Kinder und Personalmitglieder jeder Religiösität und Kultur auf. „Wir wollen kein Haus mit hohen Mauern sondern ein Haus mit offenen Türen.“


Portfolio: Die Portfolio Arbeit ist unsere Methode, die Entwicklungsschritte eines jeden Kindes in einem Ich – Lerntagebuch festzuhalten. Das Kind ist dabei Akteur seiner eigenen Entwicklung und arbeitet bei der Gestaltung der eigenen Entwicklung und des Ordners aktiv mit. Gestalterische und zur Dokumentation dienende Möglichkeiten bieten dabei Fotos, Gemaltes, Lieder, Geschichten  oder andere Anregungen der Kinder.


Erziehung zur Selbstständigkeit:
Die Selbstständigkeit der Kinder steht für uns im Johanniter Kindergarten an oberster Stelle und ist für das alltägliche Lernen in einer sozialen Gesellschaft die grundlegende Voraussetzung. Die Kinder werden zu selbstständigem Tun und Handeln angehalten.


Gestaltungselemente und Weiterentwicklung / Ausbau des Kindergartens:
Seit 2011 gibt es nun den Johanniter Kindergarten – für uns ein wichtiger Ansatz, die Entwicklung und kontinuierliche Verbesserung der Raum- und Gartengestaltung sowie der konzeptionellen Überarbeitung im Auge zu behalten und aktiv zu reflektieren.

„Jeder ist ein Genie! Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist“
Albert Einstein