Pädagogisches Konzept

Unser Profil: „Lernen im Alltag – gib dem Kind Zeit“

Unsere Johanniter Kinderkrippe ist eine familienergänzende Einrichtung und nimmt ihr Kind in eine soziale Gruppe auf. Wir arbeiten sehr stark nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder und haben dabei einen Grundgedanken, den wir in der täglichen pädagogischen Arbeit umsetzen. „Kinder brauchen Zeit, um zu lernen“.

„Zeige es mir und ich sehe es – lass es mich selber tun und ich verstehe es!“

Dies ist ein Prozess des natürlichen kindlichen Lernens, um hunderte von Eindrücken aus der Umwelt zu verarbeiten -  und braucht daher Zeit. Sei es die Sauberkeitserziehung, das Sprechen lernen oder die Aneignung einer Esskultur – wir geben Ihrem Kind diese Zeit – ohne unserem Alltag ein vorgefertigtes Programm aufzusetzen. Das selber Tun und Ausprobieren sowie das Sammeln von Erfolgs- und Misserfolgserlebnissen gehört zu der täglichen Lernerfahrung Ihres Kindes in unserer Einrichtung dazu. Neben den gezielten Bildungseinheiten,  die Ihr Kind bei uns erhält (wie z.B. dem täglichen Morgenkreis) gehört auch das freie Spiel zu den unerlässlichen Bausteinen unserer Pädagogik.

„Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt. Wenn wir ihm bei der  Lösung aller Aufgaben behilflich sind, berauben wir es gerade dessen, was für seine geistige Entwicklung das wichtigste ist. Ein Kind, das durch selbstständige Experimente etwas erreicht, erwirbt ein ganz andersartiges Wissen, als eines, dem die Lösung fertig geboten wird.“
Emmi Pikler 2009

Auszüge aus den Schwerpunkten unserer Konzeption:

Bildungsschwerpunkte nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder:
Im zwei monatigen Rhythmus legen wir in Anlehnung an die aktuellen Gegebenheiten einen Bildungsschwerpunkt fest, welcher sich an den Bildungs- und Erziehungsbereichen des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan orientiert. Der Bildungsschwerpunkt wird gefüllt mit einem Projektthema und gestaltet den pädagogischen Alltag in der Krippengruppe. Der Jahreskreislauf wird dabei stark mit einbezogen und lädt ein zum Feiern (z.B. Geburtstage, Adventstee…)

Aufenthalt im Freien:
Ein riesiger Garten gibt uns die Möglichkeit uns täglich an der frischen Luft zu bewegen und die Natur zu erleben und zu entdecken. 

Eingewöhnung – Übergang von der Familie in die Krippe:

Wir arbeiten nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell, welches sich in drei Phasen unterteilt: Ankommphase, Trennungs- und Stabilisierungsphase und Orientierungsphase. Die Dauer der Eingewöhnung erstreckt sich dabei unterschiedlich lange – angepasst an die individuellen Bedürfnisse der Kinder und deren Eltern.

Vorbild sein und das Kind agieren lassen:
Egal ob beim Sprechen, Konflikte erleben oder kreativ sein – wir Erwachsene sind ein Vorbild für die Kinder und gestalten und durchleben danach bewusst unseren Arbeitstag. Wir  begleiten die Kinder im Alltag durch eine gezielt vorbereitete Umgebung und beziehen die Kinder mit ein. (Partizipation)

Rituale und Wiederholungen:
Diese beiden Methoden unserer Arbeit bilden die Voraussetzung für kindliches Lernen. Der tägliche Morgenkreis, das Singen von Liedern, das Sprechen von Tischsprüchen, das Schlafritual sowie die Ankomm- und Abholzeit durch die Eltern sind an dieser Stelle nur Beispiele für deren Wichtigkeit.

Portfolio und Dokumentation:
Wir arbeiten mit einem „Ich - Entwicklungstagebuch“ Ihres Kindes. Es gestaltet sich als ein Ordner, der den Entwicklungsprozess Ihres Kindes in der Gruppe aufzeigt und dokumentiert. Am Ende der Kinderkrippenzeit überreichen wir die individuelle Sammlung an Ihr Kind.