Konzept

Unser Bild vom Kind

Wie das pädagogische Handeln gegenüber dem Kind allgemein gestaltet wird, hängt maßgeblich davon ab, welche Vorstellung der Erwachsene vom Kind hat. Deshalb ist es für die pädagogische Arbeit mit dem Kind wichtig, sich als Erzieher/in dieses eigene innere Bild vom Kind bewusst zu machen und mit den geforderten Maßstäben aus dem geltenden Erziehungsplan abzugleichen.

Pädagogischer Ansatz und pädagogische Orientierung

Unser Ziel ist es, zu einer ganzheitlichen Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit des Kindes beizutragen. Ganzheitlich heißt, die vielfältigen Aspekte in der kindlichen Entwicklung zu berücksichtigen.

Rolle und Selbstverständnis der Pädagoginnen/Pädagogen

Der erste Schritt in eine erfolgreiche und zielorientierte Erziehungsarbeit mit dem Kind ist der Aufbau einer  tragfähigen und vertrauensvollen Beziehung zu jedem einzelnen Kind. Aus diesem Grund kommt dem Beziehungsaufbau und Beziehungsgestaltung im täglichen Kontakt mit den Kindern ein hoher Stellenwert zu. Im Folgenden werden Grundeinstellungen aufgeführt, welche die Art und Weise unserer Beziehungsgestaltung beeinflussen.

Bedeutung von Spielen und Lernen

Spiel ist für Kinder die wichtigste Tätigkeit und erfüllt für den Entwicklungsweg der Kinder bedeutsame Funktionen.

Im Spiel erfahren Kinder einerseits den notwendigen Ausgleich und die Sicherheit, um dem enormen Entwicklungsdruck standhalten zu können. Andererseits suchen Kinder im Spiel gerade neue Entwicklungsanreize.

Kinder brauchen unterschiedliche Spielpartner, erfahrene größere, jüngere unerfahrene, gleichaltrige, gleichgeschlechtliche, nicht gleichgeschlechtliche, usw. Diese unterschiedlichen Spielpartner finden sie in der Kinderkrippe.

Beteiligung von Kindern

Beteiligung ist von klein auf möglich. Das heißt bei Kindern jeden Alters und bei allen sie betreffenden Themen. Alter und Entwicklungsstand spielen für die Beteiligungsform eine Rolle, nicht hingegen für die Beteiligung als solche.“  Je jünger die Kinder sind, desto wichtiger sind dabei die ausgesendeten Signale und die Körpersprache sowie der Versuch, diese zu verstehen. Bei angemessener Unterstützung sind auch Kleinkinder fähig, ihren Lebensalltag bewusst und gezielt mitzugestalten. Sie können artikulieren was sie brauchen und was sie beschäftigt.

Bei den „Johannisbären“ findet jeden Freitag ein Wiederholungsmorgenkreis statt, den die Kinder mit eigenen Wünschen selbst gestalten dürfen und sollen. Hier werden bekannte Fingerspiele, Lieder und Kreisspiele ganz nach den Wünschen der Kinder wiederholt.

Ebenfalls haben die Kinder während der Freispielzeit die Möglichkeit ganz nach ihren Bedürfnissen ihr Spielmaterial und auch Ihre Spielpartner zu wählen.

Interkulturelle Erziehung

Interkulturelle Erziehung hat eine individuelle und eine gesellschaftliche Dimension. Sie ist eine grundlegende Kompetenz für das konstruktive und friedliche Miteinander von Individuen, Gruppen und Regionen mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Traditionen. Ein wesentlicher Aspekt von interkultureller Kompetenz ist eine positive Einstellung zu Mehrsprachigkeit: Diese wird in unserer Einrichtung als Bereicherung und Chance gesehen.

Inklusion

Die Forderung nach sozialer Inklusion ist verwirklicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben oder teilzunehmen. Unterschiede und Abweichungen werden im Rahmen der sozialen Inklusion bewusst wahrgenommen, aber in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder gar aufgehoben.

Geschlechtersensible Erziehung

Geschlechtersensible Erziehung ist eine Aufgabe die alle Bildungs- und Erziehungsbereiche betrifft und bei jedem Lernangebot mit zu bedenken ist. Mädchen und Jungen sind gleichwertig und gleichberechtigt.

Erarbeitung von Regeln und Grenzen mit den Kindern

Gegenseitige Rücksichtnahme und das Akzeptieren von Regeln und Grenzen ist uns im Kontakt miteinander sehr wichtig. Hierunter verstehen wir auch ein klares, absehbares und  konsequentes Auftreten gegenüber dem Kind.

Basiskompetenzen

Der bayerische Bildungs- und Erziehungsplan stellt die Stärkung von insgesamt vier Kompetenzbereichen heraus: Personale Kompetenzen, Kompetenz zum Handeln im sozialen Kontext, Lernmethodische Kompetenz, Kompetenter Umgang mit Belastungen und Veränderungen.

Bildungs- und Erziehungsschwerpunkte und Umsetzungsmethoden

Wir legen Wert auf Werteorientierung und Religiosität, Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte, Sprache und Literacy, Informations- und Kommunikationstechnik und Medien, Mathematik, Naturwissenschaften und Technik, Umwelt, Ästhetik, Kunst und Kultur, Musik, Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport und Gesundheitserziehung.