17. Mai: Patientenveranstaltung Künstliches Kniegelenk - rechtzeitig handeln

Bonn, 09. Mai 2018

Wenn Patienten erfahren, dass ein „künstliches Kniegelenk“ notwendig ist, erschrecken die meisten. „Dabei zählt die Möglichkeit, schmerzhafte oder verschlissene Gelenkflächen zu ersetzen, zu den bemerkenswertesten Fortschritten der Medizin“, weiß Dr. Christian Paul, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie des Bonner Johanniter Waldkrankenhauses.

Hervorragende Ergebnisse

Dank der technischen Weiterentwicklungen und umfangreicher operativer Erfahrungen zeigen sich nach solchen Operationen in aller Regel hervorragende Ergebnisse. In den meisten Fällen ist das Kniegelenk wieder dauerhaft schmerzfrei und gut belastbar. „Ein künstliches Kniegelenk ist immer dann sinnvoll, wenn trotz konservativer Behandlung des Kniegelenkverschleißes mit Medikamenten, Krankengymnastik und Injektionen die Lebensqualität des Betroffenen durch zunehmende Schmerzen dauerhaft beeinträchtigt ist“, so Dr. Paul. Alleine in Deutschland werden solche Eingriffe mehr als 150.000 Mal im Jahr durchgeführt. Damit gehört der künstliche Kniegelenkersatz deutschlandweit zu den am häufigsten durchgeführten orthopädischen Eingriffen.

Das Wann ist wichtig

„Wann ein künstliches Kniegelenk eingesetzt wird, muss immer auf das Genaueste abgewogen werden“, so Dr. Paul. Auf jeden Fall könne durch einen künstlichen Gelenkersatz die Lebensqualität und Bewegungsfähigkeit des betroffenen Patienten stark verbessert werden. Dennoch, die Haltbarkeit eines solchen Gelenkes ist zeitlich begrenzt. Daher ist es wichtig das Alter und den Aktivitätsanspruch des Patienten bei der Entscheidung über einen Eingriff mit zu berücksichtigen. Die erwartbare Haltbarkeit eines künstlichen Kniegelenks liegt inzwischen bei 20 Jahren. Ist das künstliche Gelenk dann verschlissen, ist ein Prothesenwechsel meistens ohne hohes Risiko möglich. „Auf jeden Fall ist es sinnvoller, ein betroffenes Kniegelenk rechtzeitig mit einem Oberflächenersatz versorgen zu lassen. Wird mit der Operation zu lange gewartet, so dass der Verschleiß zu weit fortschreitet, ist eine komplexere achsgeführte und damit weniger belastbarere Prothese notwendig“, sagt Dr. Paul.

Informationstag

Am Donnerstag, dem 17.Mai, veranstaltet das Endoprothesenzentrum des Johanniter Waldkrankenhauses seinen nächsten Informationstag zu dem Thema „künstliches Kniegelenk“. Dazu wird ein Überblick zur Notwendigkeit, Operationsvorbereitung, Anästhesie und Schmerztherapie, minimal invasive OP Techniken, moderne Implantate, Rehabilitation und Haltbarkeit von Kunstgelenken vermittelt. Im Anschluss an die Vorträge stellen sich Chefarzt Dr. Christian Paul und sein Team den Fragen der Besucher. Die Veranstaltung findet um 17 Uhr im Hotel Dahl, Heideweg 17, 53343 Wachtberg-Niederbachem statt. Die Veranstaltung ist kostenlos für die Teilnehmer.