6. September: Patientenveranstaltung zu künstlichen Gelenken

Bonn, 24. August 2017

Das Einsetzen von künstlichen Gelenken stellt heutzutage kein Problem mehr dar. Dennoch fürchten sich viele Betroffenen vor einem solchen Eingriff. Daher veranstaltet das zertifizierte EndoProthesenZentrum am Bonner Johanniter-Waldkrankenhaus regelmäßig Informationsveranstaltungen zu dem Thema „künstliche Gelenke“.

Anzahl steigt

Die Anzahl an Operationen, in den künstliche Gelenke eingesetzt werden, nimmt stetig zu. „Der Grund für die steigende Zahl an künstlichen Gelenken ist in erster Linie die stetig wachsende Lebenserwartung in Deutschland“, weiß Dr. Christian Paul, Chefarzt der Orthopädie & Unfallchirurgie des Bonner Johanniter-Waldkrankenhauses. „Aber auch für junge Menschen mit geschädigten Gelenken sind künstliches Implantate ein wichtiges Thema.“ Sie ermöglichen ihnen mobil und sportlich aktiv zu bleiben, was gut für die Gesundheit ist. Künstliche Gelenke erhöhen also die Lebensqualität der Betroffenen. Inzwischen gehört die Implantation von so genannten Endoprothesen zu den häufigsten Eingriffen in Deutschland. Mittlerweile sind es 400.000 im Jahr.

Bewährte Implantate

Wer ein künstliches Gelenk benötigt, sollt sich an Experten werden. Die findet er in spezialisierten und zertifizierten Zentren. Ein solches Zentrum ist das Endoprothesenzentrum des Johanniter-Waldkrankenhauses Bonn. Dort kommen bewährte Implantate für die Hüft-, Knie- und Schulterendoprothetik zum Einsatz. „Sie versprechen ein geringes Risiko für langfristig gute Ergebnisse bei unseren Patienten“, so Dr. Christian Paul. „Der Einsatz eines künstlichen Gelenks ist mittlerweile ein Routineeingriff.“ In Deutschland werden jährlich in etwa 210.000 Hüftprothesen und 165.000 Knieprothesen implantiert. Die Anzahl der jährlich implantierten künstlichen Schultergelenke beläuft sich auf rund 25.000.

Titan gegen allergische Reaktionen, individuelle Implantate

„Immer öfter ist zu beobachten, dass Patienten allergisch auf Teile des Kunstgelenkes reagieren“, sagt Dr. Paul. Mittlerweile sind zehn bis15 Prozent der Behandelten, vor allem Frauen, betroffen. An erster Stelle steht Nickel als Auslöser für eine Überempfindlichkeit, gefolgt von Kobalt und Chrom. Die Folgen können unangenehm werden und äußern sich in Form von Hautreaktionen, Blutergüsse, Schwellungen oder Wundheilungsstörungen. „Daher kommen im Waldkrankenhaus standardmäßig viele Prothesenmodele aus Titan zum Einsatz. In der Regel eignet sich das Material hervorragend zur Implantation im menschlichen Körper“, so Dr. Paul. Eine weitere Option, gerade für jüngere, sehr aktive oder Patienten mit spezieller Anatomie, sind individuell hergestellte Hüft-, Knie- oder Schulterprothesen. Man erreicht mit solchen Prothesen, dass weniger Knochen geopfert oder schwierige OP Situationen damit besser gelöst werden können.

Die nächste Informationsveranstaltung findet am 6. September, um 17 Uhr, im Inselhotel Bad Godesberg statt. Einlass ist bereits um 16:30 Uhr. In der begleitenden Ausstellung kann man sich Original Prothesenmodelle ansehen und sich über die ambulanten und stationären Rehabilitationseinrichtungen in der näheren Umgebung informieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.