7. März Patientenveranstaltung: Künstliche Gelenke sind heute kein Problem mehr

Bonn, 28. Februar 2018

Wie wichtig ein Gelenk für einen Menschen ist, wird diesem meist erst bewusst, wenn es Schaden nimmt. Gelenke garantieren Menschen ihre Bewegungsfähigkeit. Aber sie können abnutzen. Dann ist mit der fehlenden Beweglichkeit auch die Lebensqualität der Betroffenen eingeschränkt.

Plötzlich schmerzt das Treppensteigen oder das Aufstehen aus einem Sessel. In Deutschland werden jährlich rund 400 000 Hüft-, Knie- und Schultergelenke implantiert. Tendenz steigend. „Der Grund dafür ist in erster Linie die stetig wachsende Lebenserwartung in Deutschland“, weiß Dr. Christian Paul, Chefarzt der Orthopädie & Unfallchirurgie des Bonner Johanniter Waldkrankenhauses. Künstliche Gelenke erhöhen die Lebensqualität der Betroffenen. Inzwischen gehört die Implantation von so genannten Endoprothesen zu den häufigsten Eingriffen in Deutschland.

„Immer öfter ist zu beobachten, dass Patienten allergisch auf Teile des Kunstgelenkes reagieren“, sagt Dr. Paul. Mittlerweile sind zehn bis15 Prozent der Behandelten betroffen. An erster Stelle steht Nickel als Auslöser für eine Überempfindlichkeit, gefolgt von Kobalt und Chrom. Dabei versucht das Immunsystem die allergieauslösenden Stoffe unschädlich zu machen. Die Folgen können unangenehm werden und äußern sich in Form von Hautreaktionen, Blutergüsse, Schwellungen oder Wundheilungsstörungen. „Daher kommen im Waldkrankenhaus standardmäßig viele Prothesen aus Titan zum Einsatz. In der Regel eignet sich das Material hervorragend zur Implantation im menschlichen Körper“, so Dr. Paul.

Das Einsetzen oder Ersetzen von künstlichen Gelenken stellt heutzutage kein Problem mehr dar. Dennoch fürchten sich viele Betroffenen vor einem solchen Eingriff. Die beste Hilfe finden sie bei den Experten in spezialisierten Zentren. Ein solches Zentrum ist das zertifizierte Endoprothesenzentrum des Johanniter Waldkrankenhauses Bonn. „Dort kommen nicht nur bewährte Implantate für die Hüft-, Knie- und Schulterendoprothetik zum Einsatz, sondern durch die hohe Zahl an Operationen besteht für den Patienten ein geringes Risiko und damit langfristig gute Ergebnisse“, so Dr. Christian Paul.

Die nächste Infoveranstaltung des Endoprothesenzentrum des Johanniter Waldkrankenhauses Bonn findet am 7. März um 17.00 Uhr im Glasmuseum Rheinbach, Himmeroder Wall 6, 53359 Rheinbach statt. Wir laden Sie ein – eine Anmeldung ist nicht erforderlich.