Geriatrie: Tag der offenen Tür im Johanniter-Krankenhaus

Bonn, 23. Mai 2017

Breite Informationen zur Altersmedizin

 

Wie schon im letzten Jahr hat die Klinik für Geriatrie mit Neurologie und Tagesklinik des Johanniter Krankenhauses auch in diesem Jahr einen Tag der offenen Tür veranstaltet. Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Und mit dem zunehmenden Alter nehmen auch die kleineren oder auch größeren körperlichen Probleme zu. Oft fällt es Betroffenen schwer, damit alleine umzugehen.

„Heute bringen wir allen Interessierten, Betroffenen oder Angehörigen unsere Arbeit und unser Team näher. Unser therapeutische Team besteht aus speziell geschulten Geriatern und Pflegepersonal, Physio-/Ergotherapeuten, Logopäden, Neuropsychologen, Sozialarbeitern und vielen weiteren“, sagt Prof. Dr. Andreas H. Jacobs, Chefarzt der Abteilung.

Anhand von praktischen Beispielen erfuhren die Besucher an diesem Tag, welche Faktoren zum Erhalt der Selbständigkeit Beachtung finden müssen. Zusätzlich hielt Frau Susanne Brose, einen Gastvortrag  zum Thema „Kommunikation mit Patienten mit kognitiven Einschränkungen und deren Angehörigen“. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Rehabilitationswissenschaftliche Gerontologie der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln.

Mittlerweile ist es allgemein anerkannt, dass eine zunehmend alternde Gesellschaft besondere Herausforderungen mit sich bringt. So nimmt nicht nur die Seh- oder Hörfähigkeit mit dem Alter ab, auch das Laufen, die Belastbarkeit und das Denkvermögen werden zunehmend erschwert. Kommen dann noch chronische Erkrankungen wie Herzschwäche, Knochenschwund, Diabetes oder ähnliches hinzu, kann dies zum Verlust der Selbständigkeit führen. Bei akuten Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Brüche durch Stürze kann sogar Pflegebedürftigkeit drohen. „Das Team der Klinik für Geriatrie mit Neurologie unternimmt alles, um der Abwärtsspirale des zunehmenden Funktionsverlustes im Alter mit drohender Abhängigkeit entgegenzuwirken und die Autonomie und Selbstständigkeit des Patienten zu erhalten“, so Prof. Jacobs.

Im Anschluss an den Vortrag konnten die Besucher an verschiedenen Stationen ihre individuellen Fragen diskutieren.