Gesundheitsdezernentin besucht Johanniter Waldkrankenhaus

Bonn, 01. Dezember 2017

Nach ihrem Besuch im Johanniter-Krankenhaus war Carolin Krause jetzt Gast im Waldkrankenhaus, der zweiten Johanniter-Klinik in Bonn. Carolin Krause ist Dezernentin für Soziales, Bildung und Gesundheit in Bonn. Bei ihrem Besuch, bei dem sie sich über die Situation und die neuen Trends im Krankenhausbereich informierte, wurde sie begleitet von Dr. Inge Heyer, Leiterin des Bonner Gesundheitsamtes.

Begrüßt wurden die Dezernentin von Krankenhausdirektor Dr. Marc Heiderhoff, dem Kaufmännischen Direktor Dr. Bernhard Schöffend und dem Ärztlichen Direktor Dr. Christian Paul. Ebenfalls mit dabei waren Ute Pocha, Pflegedirektorin des Johanniter Waldkrankenhaus sowie Christian v. Platow und Axel v. Blomberg vom Kuratorium der Johanniter-Klinken Bonn.

Notfallzentrum

Nach einer ersten Gesprächsrunde<s> Leistungsdarstellung</s> besuchte Carolin Krause das Notfallzentrum des Johanniter Waldkrankenhauses. Es ist die erste Anlaufstelle für Patienten im Bonner Süden und nördlichen Rheinland-Pfalz mit akuten, mitunter lebensbedrohlichen Krankheitsbildern. An einem Wochenende werden im Notfallzentrum des Johanniter Waldkrankenhauses zwischen 80 und 100 Fälle behandelt. Dort ließ sich Carolin Krause das Manchester-Triage-System erklären. Bei dem Manchester-Triage-System handelt es sich um ein standardisiertes Verfahren zur Ersteinschätzung in der Notaufnahme.

Das System stuft die Notfallpatienten anhand fester Bewertungsparameter in fünf Kategorien ein und bestimmt so die Dringlichkeitsstufe der Behandlung des Patienten. Die Ergebnisse werden zentral erfasst, so dass die Ärzte mit einem Blick auf einen Monitor sofort erkennen können, bei wem ihre medizinische Hilfe als erstes benötigt wird. Auf diese Weise können Patienten der Notfallzentrums noch besser und effizienter versorgt werden. Ein weiterer Schwerpunkt war der Besuch des Schockraums der Notaufnahme.

Prothesen aus Titan

Ebenfalls auf dem Programm stand eine Vorstellung des Endoprothesenzentrums. Dort erfuhr die Dezernentin von Chefarzt Dr. Christian Paul alles über künstliches Gelenk aus Titan. Immer öfter ist zu beobachten, dass Patienten allergisch auf Teile eines Kunstgelenkes reagieren. Und hier kommt das Titan ins Spiel. Es verhindert allergische Reaktionen. Daher kommen im Waldkrankenhaus standardmäßig viele Prothesen aus Titan zum Einsatz. In der Regel eignet sich das Material hervorragend zur Implantation im menschlichen Körper. Carolin Krause legte dann selber beim Einbau einer Schulterprothese Hand an und zeigte sich beeindruckt, wie komplex ein Schultergelenk ist.

Raum der Stille

Zum Abschluss des Besuchs führte Hospizleiterin Silke Nondorf die Dezernentin durch das Johanniter-Hospiz am Johanniter Waldkrankenhaus. Unter anderem standen die Besichtigung des Raums der Stille und eines Zimmers der Hospizgäste auf dem Programm. Bis zu zehn Gäste parallel können in den Räumlichkeiten betreut werden, seit der Eröffnung 2005 sind dort über 1000 Menschen gepflegt worden. „Besonders freuen wir uns, dass es uns gelungen ist, durch regelmäßige Veranstaltungen neue Begegnungsräume für die Hospizgäste, ihre Angehörigen und Freunde zu schaffen“, so Nondorf.