Grippewelle: Johanniter-Kliniken gut vorbereitet

Bonn, 05. Februar 2018

Sie ist wieder da. „Kurz vor Sivester hat in Deutschland die Grippewelle 20117/2018 begonnen“, sagt Susanne Glasmacher, Pressesprecherin des Robert Koch Instituts. „Bisher haben wir 27 gemeldete Todesfälle.“ Bei den meisten Todesopfern der aktuellen Welle handelt es sich um ältere Menschen.

Das Robert-Koch-Institut erwartet eine stärkere Grippewelle als in der vergangenen Saison. Das läge daran, dass die Impfung mit dem bisher üblichen Dreifachimpfstoff gegen Grippe nach Einschätzung von Experten nur bedingt wirkt. "Mehr als die Hälfte der bisher nachgewiesenen Influenza-Fälle wurde durch Influenza-B-Viren der Yamagata-Linie verursacht, die nicht in dem Dreierimpfstoff enthalten sind", erklärt Susanne Glasmacher Der Vierfachimpfstoff dagegen kann gegen den Influenza B-Virus schützen.

Und jetzt steht Karneval vor der Tür. Aber die Bonner Johanniter-Kliniken sind bestens vorbereitet. „Die nahende rheinische Kontaktwoche wird die Ausbreitung der Grippewelle sicherlich begünstigen. Im Johanniter Waldkrankenhaus sind wir mit dem Influenzaschnelltest und der Möglichkeit infizierte Patienten auf unserer Isolierstation zu behandeln, gut gerüstet“, sagt Dr. Udo Schmitz, Chefarzt der Abteilung Allgemeine Innere Medizin des Bonner Johanniter Waldkrankenhauses.

 „Bisher liegen dem Gesundheitsamt Bonn 52 Influenza-Meldungen vor. Im gesamten Januar des Vorjahres waren es 89 Fälle“, sagt Andrea Schulte, Sprecherin der Stadt Bonn. „Insofern zeigt sich ein zeitlich leicht verzögerter Beginn der Grippewelle in Bonn.“