Hilfe bei Darmkrebs und Prävention

Bonn, 25. Januar 2018

Die Deutsche ILCO ist die Solidargemeinschaft für Menschen mit Darmkrebs sowie deren Angehörige und für Stomaträgern, also Menschen mit künstlichem Darmausgang oder künstlicher Harnableitung. Ihre Arbeit ist bestimmt von den Prinzipien der Selbsthilfe, des Ehrenamtes sowie der inhaltlichen und finanziellen Unabhängigkeit.

Die Selbsthilfegruppe ist auch im Bonner Johanniter-Krankenhaus aktiv. „Im Rahmen unseres Besucherdienstes haben wir 2017 über 40 Betroffene erreicht und konnten deren Fragen beantworten, Ängste nehmen und Zuversicht vermitteln“, sagt Erich Grohmann, Regionalsprecher Rhein-Erft-Sieg der ILCO. „Das war möglich, weil es ein gutes Miteinander mit den Ärzten und Pflegekräften, der Psychoonkologie und dem Sozialdienst gibt.“

In diesem Jahr will die Selbsthilfegruppe ihr Engagement im Johanniter Krankenhaus ausbauen. Sie hat sich vorgenommen, 80 Prozent der Betroffenen mit Darmkrebs und/oder Stoma in der Klinik zu erreichen. Gleichzeitig soll der Versorgungsbereich auf die Gynäkologie und den Bereich der Inneren Medizin erweitert werden. Ein Schritt, der von der Leitung des Johanniter-Krankenhauses begrüßt wird.

Ebenfalls unterstützt wird seitens der Krankenhausleitung die Aktion „1.000 mutige Männer für NRW“. Ziel der Aktion ist es, die Teilnahme an der Vorsorgeuntersuchung für Darmkrebs zu erhöhen. Gesetzlich Versicherte ab 55 Jahre haben Anspruch auf die Früherkennungs-Darmspiegelung. „Viele Vorsorgeberechtigte nehmen diese Untersuchung jedoch nicht wahr“, so Grohmann. „Die Zahl ist immer noch niedrig und manche schwierige Operation könnte vermieden werden, wenn man den Tumor eher erkannt hätte.“ Mehr Informationen zu der Aktion unter www.mutige-maenner.de