Johanniter-Kliniken helfen Kult-Taxifahrer „Balu“

Bonn, 14. Februar 2018

Viele Bonner kennen ihn. Volker Schwab ist Taxifahrer in Bonn und unter dem Namen „Balu“ bekannt. Benannt nach dem Bären aus dem Walt Disney Film „Das Dschungelbuch“. Und der Spitzname kam nicht von ungefähr. Schließlich wog der zwei Meter große Mann 252 Kilo, womit er eine große und rundliche Erscheinung war. Eben wie der knuffige Bär aus dem Film.

Damit ist jetzt Schluss. Knuffig ist er immer noch. Aber nicht mehr rund. Mit Hilfe des Johanniter-Krankenhauses und des Johanniter Waldkrankenhauses und dank eiserner Disziplin hat der 47-Jährige 140 Kilo abgenommen. Und das war auch bitternötig, so Schwab. Seine Gelenke schmerzten und er konnte keine längeren Strecken mehr gehen, langes Stehen war auch nicht mehr möglich.

Also suchte er medizinische Hilfe und fand sie in den Bonner Johanniter-Kliniken. Es begann im Johanniter-Krankenhaus. Die Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Johanniter-Krankenhaus hat seit vielen Jahren eine hohe Expertise auf dem Gebiet der operativen Behandlung der Fettleibigkeit und bereits seit 2011 als Kompetenzzentrum für Adipositas zertifiziert. Dort erhielt er unter der Anleitung von Prof. Dr. med. Andreas Türler, Chefarzt, Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, einen sogenannten Schlauchmagen. Das heißt, dass sein Magenvolumen massiv reduziert wurde. Und die ersten Erfolge der Magenverkleinerung ließen nicht lange auf sich warten. Er verlor massiv an Gewicht und seine Kleidergröße schrumpfte von Größe 68 auf 62.

Gleichzeitig nahm „Balu“ sich selber in die Pflicht. Er fing an, durch Bonn zu spazieren. So zügig wie es ihm sein Körper erlaubte. Außerdem schwang er sich auf das Fahrrad. Mittlerweile sind 60 Kilometer lange Strecken kein Problem mehr für ihn. Dafür entstand durch das Abnehmen aber ein anderes Problem. Seine durch die frühere Köperfülle gedehnte Haut hing an ihm herunter wie eine Schürze.

Dieser massive Hautüberschuss führte zu einem schmerzhaften Wundreiben in den tiefen Hautfalten. Und hier kam die Abteilung der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie des Johanniter Waldkrankenhauses ins Spiel. Dort entfernte Dr. Kay-Hendrik Busch, Leiter der Abteilung, vier Kilo Haut. Außerdem nahm er eine Hautstraffung vor. Das Resultat war ein hoher Gewinn an Lebensqualität für Volker Schwab. Jetzt kann er wieder Sport treiben, das Schwimmbad besuchen oder in das Fitnessstudio gehen.

Der Patient „Balu“ ist eine Top-Beispiel für die Zusammenarbeit des Kompetenzzentrums für Adipositas und der Plastischen Chirurgie der beiden Krankenhäuser. Ganz zur Zufriedenheit von Volker Schab. Am 9. Mai findet für Interessierte im Kompetenzzentrum für Adipositas ein Tag der offenen Tür statt.

Fotohinweis EXPRESS/Schwaiger