Norbert Blüm liest im Johanniter-Hospiz

Bonn, 29. November 2017

Der ehemaligen Bundesarbeitsminister Norbert Blüm hat das Johanniter-Hospiz des Bonner Johanniter Waldkrankenhauses besucht, um dort eine Lesung abzuhalten. „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“

Danach las er aus seinem neuen Buch „Verändert die Welt, zerstört sie aber nicht“. Dabei ging er in vier Geschichten u.a. auf seine Kindheit ein und auf die schlimmen Erfahrungen, die er im Zweiten Weltkrieg gemacht hat. Im Gegensatz zum Schrecken des Krieges sei es ein enormes Glück, dass heutige Generationen in Deutschland diesen nicht kennen würden. Diesen Zustand gelte es zu wahren. „Das Schlimmste, was ich je erlebt habe, war der Krieg. Deshalb müssen wir in Europa zusammenstehen“, sagte Blüm.

Neben der Geschichte über seinen Besuch im Flüchtlingslager Idomeni ging er auch auf die Bedeutung der Hospiz-Bewegung ein, welche die Sterbenden mitten im Leben ließe. Die Hospiz-Bewegung sei nicht aus der Klugheit der Experten geboren, sondern aus der existentiellen Erfahrung von Betroffenen. Sie sei deshalb eine Lebensbewegung.

Silke Nondorf, Leiterin des Hospizes, bedankte sich bei Norbert Blüm für sein Engagement. Dafür das er den Gästen des Hospizes so viel Freude bereitet hat mit der Lesung. Viele seien vor allem von den beiden Geschichten aus der Kindheit und dem Krieg stark berührt.