Patientenveranstaltung zu chronischen Atemwegerkrankungen

Bonn, 04. März 2018

In Deutschland leiden über 6 Millionen Menschen an einer chronisch obstruktiven Bronchitis, kurz COPD genannt. „In der Medizin wird COPD heute als Volkskrankheit angesehen“, sagt Dr. Martin Buchenroth, Chefarzt und Pneumologe der Abteilung Allgemeine Innere Medizin am Bonner Johanniter-Krankenhaus. COPD ist eine fortgeschrittene Form der chronischen Bronchitis. Durch die chronische Verengung der Atemwege zeigen sich Symptome wie Atemnot oder ständiger Husten mit Auswurf, die von den Patienten allerdings häufig ignoriert werden. „1990 belegte COPD bei den zehn häufigsten Todesursachen den sechsten Platz, 2020 wird sie den dritten Platz einnehmen“, betont Dr. Buchenroth.

Um dem hohen Aufklärungsbedarf erkrankter Patienten gerecht zu werden, veranstaltet das Johanniter-Krankenhaus in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen.

Trotz widriger Wetterverhältnisse erschienen am 3. März über 120 Patienten, um sich bei Vorträgen über das Thema COPD zu informieren. Es waren verschiedene Stationen wie z. B. Lungensport, Sauerstoffversorgung und Ernährungsberatung eingerichtet. Es bestand die Möglichkeit die eigene Lungenfunktion zu prüfen.

In seinem Vortrag gab Dr. Buchenroth den Zuhörern einen Überblick über die verschiedenen medikamentösen und nicht medikamentösen Therapiemöglichkeiten bei COPD. Grundsätzlich gilt es, Risikofaktoren wie Rauchen oder Grippeerkrankungen zu vermeiden. Effektive Hilfsmittel bei den verschiedenen Stadien der Erkrankung stellte Atmungstherapeut und Mitorganisator Jens Köllner aus dem Johanniter-Krankenhaus vor.

Welche positiven Effekte eine gesunde und ausgewogene Ernährung auf den Krankheitsverlauf haben können, sprach Ernährungsberaterin Katharina von Gadow in ihrem Vortrag an.

Auch die im Februar 2018 neu gebildete COPD-Selbsthilfegruppe Bonn / Rhein-Sieg nutzte die Veranstaltung, um auf ihr Leistungsangebot bei der Unterstützung von Erkranktem im Alltag aufmerksam zu machen.