Leitungsschwerpunkte

Struktur
Die Klinik für Geriatrie befindet sich mit 36 Betten im Rheinflügel unseres Krankenhauses. Der überwiegende Teil der 1- oder 2-Bettzimmer ist nach Südwesten zum erholsamen Park ausgerichtet. Die geriatrische Tagesklinik als teilstationäre Einrichtung umfasst 10 Plätze im 2. Stock des Rheinflügels.

Team 
Wir sind ein multiprofessionelles ärztliches Team mit spezifischer Ausbildung in Innere Medizin, Neurologie, Geriatrie, Psychiatrie und Alterstraumatologie in Kombination mit einem multiprofessionellen therapeutischen Team mit spezifischer Ausbildung in aktivierender Pflege, Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie, Sozialarbeit und Seelsorge. Unsere Arbeit wird unterstützt durch die Grünen Damen und Herren.

Patienten
Wir behandeln Patienten mit allen Erkrankungen des höheren Lebensalters (z.B. Erkrankungen von Gehirn, Herz und Kreislauf, Lunge und Knochen; die zu körperlichen und psychosozialen Einschränkungen führen. Dabei stehen die geriatrischen Syndrome (Gebrechlichkeit, Stürze, Immobilität, kognitive Einbußen, Inkontinenz, Depression, Multimorbidität) im Vordergrund. Sie umfassen den Verlust von alltagsrelevanten Fähigkeiten wie Gehen, Greifen, Sehen, Hören, Gedächtnis, Merkfähigkeit und Kontinenz. Diese Einschränkungen bedeuten, dass sich Behandlungserfolge häufig erst nach einem längeren Zeitraum einstellen. Deshalb ist Geduld das oberste Gebot. Ziel unseres Bemühens ist das Erreichen einer größtmöglichen Selbstständigkeit des Patienten bei hoher Lebensqualität. Angestrebt wird ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld.

Geriatrische Diagnostik und Maßnahmen
Im Kern steht der geriatrische Patient mit einem medizinischen Problem und seinen Wert- und Zielvorstellungen. Im multiprofessionellen diagnostischen Prozess benutzen wir das geriatrische Assessment als „CT des Geriaters“, mit dem wir uns ein möglichst bestes Bild von den medizinischen Problemen, funktionellen und psychologischen Einschränkungen, sozialen Rahmenbedingungen und Wert- und Zielvorstellung des Betroffenen und der Angehörigen machen. Neben den medizinischen Maßnahmen gehört die Organisation und Optimierung der häuslichen oder institutionellen Versorgung zu unseren Aufgabenfeldern.

Medizinische Diagnostik und Maßnahmen
Alle im Johanniter Krankenhaus vorhandenen medizinischen Verfahren (Innere Medizin, Pneumologie, Onkologie, Palliativmedizin, Radiologie, Chirurgie, Gynäkologie, HNO- und Augenheilkunde) stehen unseren Patienten zur Verfügung. Regelmäßig zur Anwendung kommen EKG, LZ-EKG, LZ-RR, Echokardiographie, Magen- und Darmspiegelung, Ultraschall- und Röntgendiagnostik).

Spezielle Fragestellungen sind:

  • Eingeschränkte Mobilität durch Luftnot, Beinödeme, pAVK
  • Eingeschränkte Mobilität durch Osteoporose und Knochenbrüche
  • Anämie, Abgeschlagenheit und Verschlechterung des Allgemeinzustandes ohne/mit Fieber

Neurologische Diagnostik und Maßnahmen
Neben neuropsychologischen Testverfahren stehen ultraschallbasierte und elektrophysiologische Untersuchungsmethoden (Duplex der Halsgefäße, TCD, EEG, NLG/EMG, SSEP/VEP/FAEP) zur Untersuchung des zentralen und peripheren Nervensystems innerhalb der Klinik zur Verfügung.

Spezielle Fragestellungen sind:

  • Störungen von Gedächtnis und Sprache
  • Schwindel, Gangunsicherheit, Stürze, Lähmungen
  • Rückenschmerzen ohne/mit Ausstrahlung in die Beine

Tagesklinik
Die Geriatrische Tagesklinik verfügt über das gleiche diagnostische und therapeutische Spektrum wie der vollstationäre Bereich. Die Patienten schlafen zu Hause. Ein Fahrdienst gewährleistet den Transport zwischen Wohnung und Klinik. Bei entsprechenden Indikationen werden die Patienten aus stationären Einrichtungen in die TK verlegt mit dem Ziel, den Gesundheitszustand und die Selbstständigkeit weiter zu verbessern und die häusliche Wiedereingliederung zu gewährleisten. Auch eine Direkteinweisung aus dem ambulanten Bereich zur „teilstationären Behandlung“ durch den Hausarzt ist möglich. Die medikamentöse Versorgung an den therapiefreien Wochenenden und Feiertagen erfolgt durch uns.