Allgemeine Maßnahmen

Allgemeine Maßnahmen vor einer Operation beider stationären Aufnahme Krankengeschichte, Blutentnahmen, EKG, Narkosegespräch, Aufklärungsgespräch OP

Vor der Operation müssen wichtige Voruntersuchungen durchgeführt werden, damit die Narkose ohne Risiko für Sie verläuft. Sie sollten für die Narkose einigermaßen fit sein und keine Erkältung haben. Zudem sollten Sie seit 5 Tagen kein Aspirin oder ähnliche Schmerzmittel eingenommen haben (falls doch, bitte sprechen Sie uns an). Ebenso müssen wir über den Zeitpunkt der Operation sprechen, wenn Sie beispielsweise Marcumar oder ein anderes modernes gerinnungshemmendes Mittel (Pradaxa o.ä.) einnehmen. Auch bei der Einnahme von Metformin ist ein engerer Austausch notwendig.

Nachdem Sie die Anmeldung in der Verwaltung hinter sich gebracht haben wird Ihnen auf Station ein Zimmer zugewiesen. Eine Schwester wird mit Ihnen ein Aufnahmegespräch führen (Pflegeanamnese). Ebenso wird von ärztlicher Seite Ihre Krankengeschichte erfragt und dokumentiert. Eine Blutentnahme wird durchgeführt. Dafür brauchen Sie nicht nüchtern sein. Dabei werden Basiswerte des Blutes, Blutsalze, Nieren-, Leber- und Gerinnungswerte bestimmt.

Routinemäßig wird ein EKG (Elektrokardiogramm) des Herzens und eine Röntgenübersichtsaufnahme des Oberkörpers (Lunge, Herz) durchgeführt - beides Maßnahmen, die für eine risikofreie Narkose notwendig sind. Zudem dient das Röntgen der Lunge (Rö-Thorax) dazu, Ihnen zu zeigen, dass sich keine Tochtergeschwulst im Bereich der Lunge oder des Lungenfells abgesiedelt haben. Aus dem selben Grund wird am Aufnahmetag im Allgemeinen eine Ultrasonographie des Oberbauchs (OBS) speziell der Leber) durchgeführt. Vervollständigt werden diese Untersuchungen durch eine Skelettszintigraphie. Diese schließt Knochenbefunde aus. Meisten habe Sie diese Untersuchung bereits ambulant durchführen lassen.

In einem persönlichen Gespräch mit den Narkoseärzten werden Einzelheiten zur Narkose mit Ihnen besprochen. Normalerweise wurden Sie bereits im Vorfeld klinisch untersucht. Dabei wurde bereits eine Ultrasonographie des Befundes durchgeführt. Bei besonderen Fragestellungen wird diese klinische Untersuchung nochmals durchgeführt.

Aufklärungsgespräch Operation (Op)
Nachdem die einzelnen Diagnoseschritte durchgeführt wurden werden Ihnen die Befunde zusammenfassend erläutert. Dazu werden sich die operierenden Kollegen trotz der oft herrschenden Hektik Zeit und Ruhe nehmen. Sie und Ihre Angehörigen müssen empfohlene Vorgehensweisen verstehen und Alternativen genannt bekommen.  

Die Risiken einer Operation werden Ihnen anhand eines Aufklärungsbogens dargestellt und auf individuelle Begebenheiten bei Ihnen eingegangen. Zur Sprache kommen werden die Schnittführung und das Ausmaß der Brust- und Achselhöhlenoperation, die Nebenwirkungen wie z.B. Blutungen, Nachblutungen, Entzündungen, Wundheilungsstörungen, kosmetische Aspekte und Verletzungen von Nachbarorganen. Die Aufklärung wird hier vom Operateur durchgeführt, damit alle Feinheiten klar mit Ihnen abgesprochen sind und Sie genau wissen, was auf Sie zukommt. Sie sollten so viel Zeit zum Überlegen bekommen, wie Sie benötigen. Nach der Notwendigen Unterschrift erhalten Sie auf Wunsch eine Kopie des Bogens für Ihre Unterlagen.

Ihr Ansprechpartner Brustkrebszentrum Bonn / Euskirchen

Standort Bonn

Johanniter-Straße 3–5
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