Strahlentherapie

Wie bereits mehrfach erwähnt, muss jede Restbrust, die brusterhaltend operiert wurde bestrahlt werden. Dadurch vermindert sich das Risiko eines Wiederauftreten des Brustkrebses auf das gleiche niedrige Niveau, wie wenn Ihre Brust komplett entfernt wurde. Ebenso gibt es Situationen, in denen nach einer Brustentfernung das Rückfallrisiko am Ort durch eine Bestrahlung der Brustwand oder bei Lymphknotenbefall eine Bestrahlung des Lymphabflusses im Bereich der Achselhöhle bestrahlt wird.

Strahlentherapien werden ambulant nach Abschluss der Wundheilung und im Anschluss an eine Chemotherapie durchgeführt. Sie wirkt nur in dem Bereich, in dem sie eingesetzt wird. Den Termin zur Bestrahlungsplanung vermitteln wir für Sie. Der Strahlentherapeut wird dann mit Ihnen die Einzelheiten besprechen. Üblicherweise müssen Sie 25 - 35 Mal über 2-5 Minuten bestrahlt werden.  Dies geschieht jeweils an den Wochentagen, Samstag und Sonntag ist frei.

Als Nebenwirkungen tritt meistens eine Reizung der Haut mit Hauttrockenheit auf. Zudem verdunkelt sich die Hautfarbe vorübergehend. Vor Hautverbrennungen, wie sie früher vorkamen, brauchen Sie bei den neuen Techniken keine Angst mehr zu haben. Einige Frauen fühlen sich in der Zeit der Strahlentherapie müde und nicht mehr so leistungsfähig. Dazu kommt manchmal eine geringe Übelkeit durch Abbauprodukte der zerfallenen Zellen.

Auch die Entscheidung zur Strahlentherapie wird interdisziplinar im Tumorboard individuell für Sie entschieden. Bei bestehenden Gründen ist die Durchführung  dringend empfohlen. Eine System-Therapie alleine (Chemo- oder Hormontherapie) hat nämlich nur einen geringen Einfluss auf die Zellen an der Brust oder Brustwand selber. Es ist belegt, dass das Auftreten eines Rezidivs einen starken negativen Einfluss auf die Lebensqualität hat. Zudem ist das Gesamtüberleben dann vermindert.

Ihr Ansprechpartner Brustkrebszentrum Bonn / Euskirchen

Standort Bonn

Johanniter-Straße 3–5
53113 Bonn