Auch Johanniter Krankenhaus-Geesthacht fordert den Bahnanschluss für Geesthacht

Autor: Rangel Vasev, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Büro Dr. Nina Scheer - Geesthacht, 05. September 2017

Gemeinsam mit dem SPD-Landesvorsitzenden und Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Dr. Ralf Stegner, Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze, SPD, sowie Mitglied der Geesthachter SPD-Ratsfraktion Gabriele Peterburs besuchte die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer am Mittwoch, den 30. August 2017, das Geesthachter Johanniter Krankenhaus.

Der vielfältige Austausch mit Geschäftsführer Carsten Schwaab, dem Chefarzt der Chirurgie sowie ärztlichem Leiter Dr. Frank Templin und der Pflegedienstleiterin Carmen Schönberg hatte neben den Herausforderungen des Fachkräftemangels auch die Konkurrenz zwischen den Kliniken zum Thema.
Gleich zu Beginn stand allerdings ein übergreifendes Thema an: Der Bahnanschluss für Geesthacht, für den sich die Klinikleitung mit einem dringenden Appell aussprach. Alle Anwesenden waren sich einig, dass sowohl die Größe der Stadt, ihre Bedeutung für den Kreis, als Krankenhausstandort, aber eben auch die Schwierigkeit, Fachkräfte zu finden, dringend einen Bahnanschluss erfordere. Bahnanschluss und Umgehungsstraße müssten endlich in die Wege geleitet werden. Diese Forderung bekräftigen auch Ralf Stegner, Nina Scheer, Olaf Schulze und Gabi Peterburs.

Nina Scheer: „Das Johanniter-Krankenhaus ist bedeutend für den Standort Geesthacht als größte Stadt des Kreises. Es deckt die gesundheitlichen Bedürfnisse der Menschen in der Region ab und genießt auch wegen seiner Nähe zu den Patientinnen und Patienten aus der Region einen sehr guten Ruf." Ralf Stegner benannte die Bekämpfung des Fachkräftemangels als eine zentrale Aufgabe unserer Zeit und der nächsten Jahre.
„Pflegekräfte müssen deutlich besser bezahl werden, um Pflegenotstand entgegen zu wirken“, unterstrich Scheer. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die Reform der Pflegeberufsausbildung eingegangen, deren Umsetzung es in den kommenden Jahren zu begleiten gelte.

 „Für die veränderten Anforderungen braucht es Pflegefachfrauen und –männer mit erweiterten Kompetenzen, nicht zuletzt deshalb, weil in den Krankenhäusern der Anteil älterer und demenziell erkrankter Patienten steigt und in den Seniorenhäusern der medizinische Behandlungsbedarf der Bewohner zunimmt. Allerdings müssen die genauen Ausbildungsinhalte noch in einer entsprechenden Ausbildungs- und Prüfungsverordnung festgelegt werden. Diese soll erst im Sommer 2018 vom Bundestag beschlossen werden. Bis dahin bleiben viele Fragen offen“, erläuterte Carsten Schwaab. Nina Scheer betonte ihr Anliegen, diesen Weg im engen Austausch mit den Kliniken und Pflegeeinrichtungen zu gehen.

Das Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung behandelt im Jahr rund 20.000 Patientinnen und Patienten. Mit 720 Entbindungen im Jahr liege das Krankenhaus im schleswig-holsteinischen Vergleich weit vorne.