Patientenforum Arthrose_Aktuelle, moderne Therapiemöglichkeiten – aber wird zu viel operiert? Geesthacht, 16.05.2018, 17 Uhr, Vortragssaal

Geesthacht, 08. Mai 2018

Die Patientenforen des Johanniter-Krankenhauses Geesthacht sind immer gut besucht. Die Veranstaltung von Dr. Tobias O. Wolf in den vergangenen Monaten in Schwarzenbek und Lauenburg zur Frage, ob bei Arthrose zu viel operiert wird, stieß aber auf ein geradezu überwältigendes Publikumsinteresse. Die angesprochene Gradwanderung zwischen ärztlicher Kunst und ärztlichem Berufsethos auf der einen Seite und den wirtschaftlichen Interessen eines Klinikbetreibers auf der anderen Seite ist ein Thema, das die Menschen nicht ohne Grund bewegt. Das Johanniter-Krankenhaus Geesthacht lädt deshalb erneut zu einem Patientenforum ein, das sich mit diesem Problem beschäftigt. Es findet dieses Mal am Mittwoch, den 16. Mai 2018 um 17 Uhr, im Vortragssaal der Klinik statt.

 

Dr. Wolf, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, verfügt über ein breit angelegtes Wissen, wenn es um Störungen im menschlichen Bewegungsablauf geht. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit als Leiter der orthopädischen Sektion im Johanniter-Krankenhaus ist dabei die Behandlung von Arthrosen. Verschleißerkrankungen verschonen kein Gelenk; jedes kleine Fingergelenk und natürlich auch das größte Gelenk, das Knie, sind selbst bei Jüngeren anfällig für Abnutzungserscheinungen. Erbliche Faktoren, einseitige Belastung im Beruf und beim Sport tragen ebenso wie Verletzungen zum Auftreten von Gelenkverschleiß bei. Helfen konservative Ansätze nicht mehr, wird ein operativer Eingriff erforderlich. Er kann in einem künstlichen Gelenkersatz bestehen. Wolf will sich dabei der gerade in den Medien häufig geäußerten Kritik stellen, dass in Deutschland bei Arthrose zu viel operiert wird und Tipps geben, wie man als Patient einen vorschnellen chirurgischen Eingriff vermeidet.

 

Oberarzt Dr. Wolf wird das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten vorstellen. „Ursache für die Schmerzen ist im Prinzip immer dieselbe: Zwischen zwei Knochen fehlt der erforderliche Knorpel. Es besteht aber ein breit gefächertes Therapieangebot, das sich an der Schwere des Knorpelschadens ausrichtet. Es spricht vieles für eine entzündungshemmende Wirkung ganz bestimmter Schmerzmittel, die zeitweise eingesetzt werden können. Da Bewegung für Gelenke eine funktionserhaltende Voraussetzung ist, verspricht auch eine gezielte Krankengymnastik und Physiotherapie Linderung vorhandener Schmerzen. Kritisch zu sehen ist hingegen die Injektion von Cortisonpräparaten und der Einsatz von Hyaluronsäure als künstliche Gelenkschmiere“, sagt Dr. Wolf.