Patientenforum Arthrose in Schwarzenbek im Hotel Schröder, Aktuelle, moderne Therapiemöglichkeiten – aber wird zu viel operiert? 28.11.2017, 17 Uhr,

Schwarzenbek, 28. November 2017

Dr. Tobias O. Wolf, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, verfügt über ein breit angelegtes Wissen, wenn es um Störungen im menschlichen Bewegungsablauf geht. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit als Leiter der orthopädischen Sektion im Johanniter-Krankenhaus ist dabei die Behandlung von Arthrosen. Verschleißerkrankungen verschonen kein Gelenk; jedes kleine Fingergelenk und natürlich auch das größte Gelenk, das Knie, sind selbst bei Jüngeren anfällig für Abnutzungserscheinungen. Erbliche Faktoren, einseitige Belastung im Beruf und beim Sport tragen ebenso wie Verletzungen zum Auftreten von Gelenkverschleiß bei. Das Johanniter-Krankenhaus Geesthacht lädt deshalb auch dieses Jahr wieder zum Patientenforum ein. Es findet am Dienstag, den  28. November  2017, 17 Uhr, in Schwarzenbek im Hotel Schröder statt.

 

Oberarzt Dr. Wolf wird das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten vorstellen. „Ursache für die Schmerzen ist im Prinzip immer dieselbe: Zwischen zwei Knochen fehlt der erforderliche Knorpel. Es besteht aber ein breit gefächertes Therapieangebot, das sich an der Schwere des Knorpelschadens ausrichtet. Es spricht vieles für eine entzündungshemmende Wirkung ganz bestimmter Schmerzmittel, die zeitweise eingesetzt werden können. Da Bewegung für Gelenke eine funktionserhaltende Voraussetzung ist, verspricht auch eine gezielte Krankengymnastik und Physiotherapie Linderung vorhandener Schmerzen. Kritisch zu sehen ist hingegen die Injektion von Cortisonpräparaten und der Einsatz von Hyaluronsäure als künstliche Gelenkschmiere“, sagt Dr. Wolf.

 

Helfen konservative Ansätze nicht mehr, wird ein operativer Eingriff erforderlich. Er kann in einem künstlichen Gelenkersatz bestehen. Wolf will sich dabei der in den Medien häufig geäußerten Kritik stellen, dass in Deutschland bei Arthrose zu viel operiert wird und Tipps geben, wie man als Patient einen vorschnellen chirurgischen Eingriff vermeidet.