Patientenforum Harn- und Stuhlinkontinenz am 21. Februar 2018, 18 Uhr. Neue OP-Methode am Geesthachter Krankenhaus

Geesthacht, 16. Februar 2018

Das Johanniter-Krankenhaus Geesthacht lädt zu einem Patientenforum Harn- und Stuhlinkontinenz am Mittwoch, 21. Februar 2018, 18 Uhr, ein. Der Ärztliche Direktor Dr. Frank Templin, der Leitende Oberarzt der Frauenklinik Kay-Michael Kramaschke sowie der niedergelassene Urologe Guido A. W. Ebel und Patrick Busert von der auf Biofeedback und Elektrostimulation spezialisierten Firma Buck Elektromedizin geben einen Überblick über das Krankheitsbild Inkontinenz und beantworten alle Fragen zur Therapie.
Inkontinenz ist kein Einzelschicksal. In Deutschland leiden über 6 Millionen Menschen an unwillkürlichem Harn- und/oder Stuhlabgang. „Die meisten sprechen nicht über das vermeintliche Tabuthema und erhalten deshalb auch keine Hilfe. Eine falsche Scham sollte man jedoch überwinden, um die eigene Lebensqualität zu verbessern. Es bestehen für die unterschiedlichen Formen von Blasen- und Darmschwäche vielfältige Behandlungsmöglichkeiten. Deshalb haben wir in Geesthacht vor 10 Jahren ein Beckenbodenzentrum gegründet, das speziell auf die Behandlung der Organe des Beckenbodens - Harnblase, Genitalorgane und Darm - ausgerichtet ist“, sagt Dr. Templin.
Das Interdisziplinäre Beckenbodenzentrum Geesthacht unter Beteiligung der gynäkologischen und chirurgischen Abteilung sowie des urologischen Kooperationspartners der Klinik, Guido A. W. Ebel, besteht seit 2007. Der Patient benötigt lediglich eine Überweisung durch den Hausarzt. Die enge Zusammenarbeit in dem mit modernstem Instrumentarium ausgestatteten Zentrum zahlt sich aus. Erfolgreiche Diagnostik und Therapie setzen bei Erkrankungen im Bereich des Beckenbodens regelmäßig eine Beteiligung mehrerer medizinischer Fachrichtungen voraus. Unterstützend wirken dabei die Beckenboden-Gymnastik und die ebenfalls angebotene Ernährungsberatung.
Die Ursachen für Inkontinenz sind vielfältig. Oft berichten Patienten über unkontrollierten Urinabgang beim Heben, Tragen, Husten, Niesen oder Lachen. Bei Frauen ist Hintergrund häufig eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur, die durch Schwangerschaft und Geburt oder durch die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre hervorgerufen werden kann. Bei Männern kann eine Prostataoperation zu einer Harninkontinenz führen. Von Stuhlinkontinenz betroffen sind vor allem Frauen, die mehrfach geboren haben, Patienten nach Unterbauchoperationen und viele ältere Menschen.