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Moderner Gelenkersatz kennt den kleinen Unterschied Patientenforum zu chronischen Knie- und Hüftschmerzen

Geesthacht, 01. November 2010

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Männer und Frauen sind gleichberechtigt, aber damit noch lange nicht gleich. Manchmal staunt man dann aber doch, wo Unterschiede zwischen Männern und Frauen bestehen. Bernd Kolbow, Leiter der orthopädischen Sektion des Johanniter-Krankenhauses Geesthacht, erklärt beim Patientenforum am Modell, warum moderne Knieprothesen in einer weiblichen und einer männlichen Form hergestellt werden.

 

„Frauen haben von Natur aus eine höhere Beweglichkeit im Knie als Männer. Daher werden Knieprothesen speziell für Frauen und Männer gefertigt.“, sagt Kolbow. „Der Grund, weshalb sich Patientinnen und Patienten für eine Knieprothese entscheiden, ist aber natürlich derselbe. Irgendwann ist der Punkt erreicht, ab dem chronische Knieschmerzen mit Medikamenten nicht mehr sinnvoll behandelt werden können. Kurzfristig wirken zwar Kortisonspritzen oder Hyaluronsäureinjektionen bei einem verschlissenen Kniegelenk. Langfristig ist der Effekt aber meist eher gering. Wenn die Abnutzung soweit fortgeschritten ist, dass Knochen auf Knochen reibt, ermöglicht nur noch eine Knieprothese schmerzfreie Bewegungen“, erläutert der auf dem Gebiet der Endoprothetik erfahrene Chirurg.

 

„Mit der Hüfte verhält es sich ganz ähnlich. Auch hier gibt es altersbedingte Verschleißerscheinungen, aber auch Schenkelhalsbrüche die einen Gelenkersatz notwendig machen“, sagt Tobias Wolf, Assistenzarzt.

 

Die Implantation von hochwertigen Prothesen ist im Johanniter-Krankenhaus ein Behandlungsschwerpunkt. Da die Arthrose meist erst einen Gelenkersatz im Alter notwendig macht, hat das Krankenhaus ein besonderes Behandlungskonzept entwickelt. Viele der älteren Patientinnen und Patienten entscheiden sich für die Klinik an der Elbe, weil hier über die Operation hinaus eine orthopädische Versorgung fachärztlich gewährleistet ist.

 

Weitere Pluspunkte sind der kurze Krankenhausaufenthalt und die Rehabilitation vor Ort. Schon kurz vor der Implantation einer Knieprothese setzt der Arzt zwei Schmerzkatheter, die jeweils mittels einer Pumpe gezielt schmerzstillende Medikamente abgeben. Schon am ersten Tag nach der Operation kann die physiotherapeutische Behandlung beginnen, um die Muskulatur zu stärken. Die wohnortnahe Rehabilitation erfolgt in der Vitanas Klinik, die sich ebenfalls in Geesthacht befindet. Nicht nur eine gelungene Operation, sondern auch eine gute Physiotherapie ist für den Erfolg ausschlaggebend. Die Rehabilitationstermine werden bereits während des Aufenthalts im Johanniter-Krankenhaus mit der weiter betreuenden Einrichtung abgestimmt. Die Patientinnen und Patienten können, ärztlich beraten, wählen: die teilstationäre Behandlung in der Tagesklinik oder doch lieber ein vollstationärer Aufenthalt. Einen besonderen Service bietet die Tagesklinik. Die Patientinnen und Patienten werden morgens von zuhause abgeholt. Den Tag über gibt es dann in der Klinik ein individuell zugeschnittenes Übungsprogramm. Nachmittags geht es wieder in das gewohnte häusliche Umfeld. Drei Monate nach der Implantation ist in aller Regel schmerzfreies Gehen möglich.

 

Wann eine Prothese eingesetzt werden sollte und welche bewährten und neuen Prothesearten es gibt, wird beim Patientenforum eingehend besprochen. Es findet am Donnerstag, den 10. März 2011, um 17 Uhr im Vortragssaal der Klinik statt.

 

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