Aktionstag zum Bauchaortenaneurysma im Johanniter-Krankenhaus

Stendal , 11. Mai 2017

Viele Männer und Frauen wollten es am Sonnabend beim bundesweiten Aktionstag zum Bauchaortenaneurysma im Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal wissen: Was hat es mit einer veränderten Hauptschlagader im Bauch auf sich? Wie gefährlich ist ein solches Aneurysma? Wie ist es zu erkennen? Dazu gab es jede Menge Informationen und Demonstrationen von Ultraschalluntersuchungen.

Zum wiederholten Male beteiligte sich das Johanniter-Krankenhaus an diesem Aktionstag der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin. Über mehr als 100 Besucher freute sich Ralf Koch, Sektionsleiter Gefäßmedizin. Er erläuterte ihnen in einem Vortrag, wie gefährlich die krankhafte Erweiterung der Bauchaorta ist. Platzt sie, besteht akute Lebensgefahr.

Die Gefahr im Bauch wird meist nur zufällig entdeckt. Vorsorgeuntersuchungen sind deshalb dringend empfohlen, insbesondere bei Männern ab 65, die Raucher sind. Bei Ultraschalluntersuchungen kann eine auffällige Hauptschlagader festgestellt werden - so geschehen bei einer Person, mit der jetzt nächste Behandlungsschritte geplant werden.

Der Mediziner stellt einen Vergleich an: Statistisch muss man rund 2.000 Frauen zur Mammographie schicken und rund 850 Menschen koloskopieren, um eine Erkrankung (Brustkrebst/Darmkrebs) zu entdecken. Beim Bauchaorta sind es jedoch nur 350 Menschen, die untersucht werden müssen, um einen mit einer krankhaften Erweiterung herauszufinden. "Da lohnt sich das Screening tatsächlich", so Koch.

Foto: Gefäßmediziner Ralf Koch informierte in einem Vortrag über die „Zeitbombe im Bauch“, das Baucharortenanoryisma. Foto: C. Klupsch