Auszeichnung für das Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal

Stendal, 02. Juni 2016

Siegel vom "Netzwerk Hygiene in Sachsen-Anhalt"

Hygienebeauftragte Inés Konschake und Dr. med. André Benthin, Ärztlicher Hygienebeauftragter des Johanniter-Krankenhauses Genthin-Stendal mit dem Siegel. Foto: C. Klupsch

Für das Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal hat der Kampf gegen multiresistente Keime oberste Priorität. Die Klinik wurde nun mit dem Siegel des Netzwerkes Hygiene in Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.

Um das Zertifikat des Netzwerkes zu erlangen, ist die Einhaltung von strengen Hygienestandards Voraussetzung. Diese werden von der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert-Koch-Institut erstellt. "Unser Krankenhaus hält diese Standards konsequent ein", so Hygiene-Beauftragte Ines Konschake. Der überwiegende Teil der multiresistenten Erreger würden von außen ins Krankenhaus eingeschleppt werden. "Dagegen richten sich die Anstrengungen des Netzwerkes."

Multiresistente Erreger (MRE) sind Krankheitserreger, die nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr antibiotisch behandelt werden können. Im Johanniter-Krankenhaus sind Mitarbeiter-Schulungen im Umgang mit Keimen das A und O, ebenso wie die Aufklärung von Patienten und Angehörigen. Bei Aufnahme ins Krankenhaus werden Risikopatienten etwa aus Pflegeheimen oder auch ältere Patienten, die oft im Krankenhaus sein müssen, auf den Erreger untersucht. Wird er nachgewiesen, wird der Patient isoliert untergebracht. Teil des Entlassungsmanagement ist, Hausärzte, Rettungsdienste und Pflegeheime über die betroffenen Patienten zu informieren.

Das Netzwerk Hygiene in Sachsen-Anhalt (HYSA) wurde im Oktober 2010 gegründet. Es ist ein regionales Netzwerk zur Prävention und Reduktion von Krankenhaus-Infektionen. 2012 ist das Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal dem Netzwerk beigetreten.