Dr. Gunnar Lohm ist neuer Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie

Dr. Gunnar Lohm ist neuer Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie und leitet ein 15-köpfiges Team.
Foto: C. Klupsch

Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Johanniter-Krankenhauses Genthin-Stendal hat einen neuen Chefarzt. Dr. Gunnar Lohm trat Anfang Januar die Nachfolge von Prof. Jens Bahnsen, der in den wohlverdienten Rentenstand ging, an.

Dr. Gunnar Lohm wechselte aus dem Städtischen Klinikum Dessau nach Stendal. In der Muldestadt war er als leitender Oberarzt tätig. Vor seiner Spezialisierung in der Strahlentherapie hatte er eine Facharztausbildung als Internist absolviert und arbeitete an Kliniken in Potsdam und Berlin. "Meine jahrelang gesammelten Erfahrungen als Strahlentherapeut an der Charité und in Dessau bringe ich in die Stendaler Klinik mit", so Dr. Lohm.

"Es ist eine glückliche Fügung, dass mit dem neuen Chefarzt die Arbeit der Strahlentherapie nahtlos fortgesetzt werden kann und die Behandlung der Tumorpatienten gesichert ist ", so Prof. Ulrich Nellessen, Ärztlicher Direktor des Johanniter-Krankenhauses. In Zeiten des Ärztemangels sei dies durchaus keine Selbstverständlichkeit. Professor Bahnsen habe frühzeitig die Bande geknüpft, seit eineinhalb Jahren bestehe der Kontakt, der schließlich dazu geführt habe, Dr. Lohm für Stendal gewinnen zu können. "Der Übergang ist sehr weich", bestätigt der neue Chefarzt. "Ich habe die Abteilung im vergangenen Jahr bereits kennen gelernt."

Dr. Lohm leitet nun ein 15-köpfiges Team aus Ärzten, medizinisch-technischen Angestellten, Physikern und Büro-Mitarbeitern. "Es ist eine hochtechnisierte Abteilung mit jährlich 900 bis 1000 ambulanten Patienten. Zudem stehen zehn Betten für strahlentherapeutische Patienten bereit."

Der neue Chefarzt hat viel vor. Der ältere der beiden Linearbeschleuniger soll einem neuen weichen. "Hochmoderne Geräte ermöglichen eine Verbesserung der Therapie; so dass hochpräzise bestrahlt werden kann und die Belastung für umliegendes gesundes Gewebe gering ist", erklärt der Mediziner. Die Entwicklung in der hochtechnisierten Strahlentherapie schreite voran. "Einen Tumor, der noch vor 15 Jahren den Tod bedeutet hat, können wir heute viel besser behandeln." Vielfach könne eine Heilung erzielt bzw. der Krebs in eine chronische Erkrankung bei hoher Lebensqualität umgewandelt werden.

Bereits für den 28. Februar 2018 plant der neue Chefarzt ein Strahlentherapie-Symposium in Stendal. Eingeladen sind hochkarätige Fachmediziner aus ganz Deutschland, die sich zu aktuellen Entwicklungen in ihrem Fachgebiet austauschen.