Gütesiegel für das Endoprothetikzentrum des Johanniter-Krankenhauses

Stendal, 04. Mai 2016

"Wir sind sehr stolz auf die nachgewiesene Qualität"

Dr. André Benthien nutzt modernste Computertechnik, um künstliche Gelenke individuell anzupassen. Foto: C. Klupsch

Das Endoprothetikzentrum der Klinik für Orthopädie am Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal stellt eine qualitativ hochwertige Versorgung bei der Implantierung künstlicher Hüft- und Kniegelenke sicher. Dies belegt das jetzt verliehene Gütesiegel der unabhängigen Fachgesellschaft „EndoCert“. Für die Prüfer sind insbesondere Patientensicherheit und optimierte Behandlungspfade, mit denen beste Operationsergebnisse erzielt werden sollen, entscheidende Kriterien.

„Wir sind sehr stolz, dass wir die Qualität unseres Endoprothesenzentrums nachweisen konnten“, so Dr. André Benthien, Chefarzt der Orthopädie. Das Team unter Dr. Benthien setzt jährlich 150 bis 200 künstliche Hüftgelenke und etwa ebenso viele Kniegelenke ein. Hinzu kommen ungefähr 50 Schulter-, Sprung- und Fingergelenke. Zehn Prozent der Eingriffe sind Wechseloperationen zum Austausch von künstlichen Gelenken. „Mit diesen hohen Fallzahlen weisen wir die nötige Erfahrung der Operierenden nach“, so Dr. Benthien, der gemeinsam mit den Oberärzten Manuela Smolinski und Bernd Petzka die Operationen vornimmt. Neben Qualität und hochspezialisierter Leistungsfähigkeit des Personals sind qualitätsgesicherte Verfahrensabläufe und die Dokumentation der Fälle von großer Bedeutung. Ziel sind die Sicherung der Behandlungserfolge und eine minimierte Komplikationsrate. Dr. Benthien: „Wir stellen uns nun jedes Jahr der externen Überprüfung. Wir wollen die nachgewiesene Qualität dauerhaft erhalten.“

Bereits jetzt benötigen mehr als zehn Prozent der Bevölkerung künstliche Gelenke. Im Jahre 2030, so Experten, werden es 20 Prozent sein. „Die Bevölkerung wird älter. Gleichzeitig wächst der Anspruch an eine aktive Lebensqualität“, erklärt Dr. Benthien. Gelenkersatz sei bei dieser Entwicklung „eine der erfolgreichsten medizinische Prozeduren, gemessen an dem Verhältnis zwischen Behandlungsaufwand und Behandlungsergebnis.“