Interreligiöser Dialog im Johanniterhaus Wittenberg am 6. Juli 2017

Stendal, 05. Juli 2017

Wie kann das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen funktionieren? Wie schaffen wir es, in der sich verändernden Welt friedlich miteinander zu leben? Eine erste Antwort: Wir müssen einander kennenlernen, verstehen, was den anderen bewegt, was für ihn wichtig ist und müssen einander mit Respekt begegnen. 

In der Interreligiösen Woche des Reformationsjubiläums bringen Krankenpflegeschüler des Stendaler Johanniter-Krankenhauses in Kooperation mit dem Theater der Altmark am Donnerstag, 6. Juli 2017 eine Szene aus "Theas Reise" auf die Bühne. Im Anschluss an das rund 20-minütige Theaterspiel sind Besucher und Wittenberger bei Gebäck und Getränken eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Muslimische und christliche Mitarbeiter aus dem Johanniter-Krankenhaus sowie Vertreter der muslimischen Gemeinde Stendal stehen als Dialogpartner bereit. 

"Theas Reise" erzählt die Geschichte eines 16-jährigen Mädchens, das in Jerusalem auf drei Freunde trifft, auf einen Moslem, einen Juden und einen Christen. Zwischen ihnen geht es fortan hoch her, denn die nicht-gläubige Thea wartet mit aufmüpfigen Fragen und Ansichten auf, mit denen sie ihre Gesprächspartner ordentlich herausfordert. 

Schüler des ersten Ausbildungsjahres befassten sich innerhalb eines mehrwöchigen Projektes intensiv mit Religionen (sie sind selbst unterschiedlichen Glaubens) und erarbeiteten gemeinsam das Theaterstück. Höhepunkt ist nun der Auftritt vor den Besuchern des Reformationsfestes, der auf eine anschließende Diskussionsveranstaltung einstimmt, die der christlich-muslimische Gesprächskreis des Stendaler Johanniter-Krankenhauses gestaltet. 

Interessierte sind herzlich eingeladen. Das Programm mit Theaterspiel und Dialog startet zweimal - um 11 und 14 Uhr im Johanniterhaus Wittenberg, Lutherstraße 35. Der Eintritt ist frei.

Das Foto zeigt Mitwirkende bei den Proben zu "Theas Reise".