Nachlese Hygieneaktionstag im Johanniter-Krankenhaus

Stendal, 31. Mai 2018

Hygieneaktionstag im Johanniter-Krankenhaus - Nachlese

An einer Blue-Box wurden Schwachstellen bei der Händedesinfektion aufgedeckt.

Die Johanniter-Unfallhilfe war mit einem Rettungswagen vor Ort. Rick Althoff unterweist hier Evelin und Günther Nahrendorf in Reanimierungsmaßnahmen.

Das richtige Anlegen der Schutzkleidung wird immer wieder geübt. Fotos C. Klupsch

 

Rund 210 Mitarbeiter des Johanniter-Krankenhauses sowie Besucher, Patienten und Interessierte kamen in dieser Woche zum Hygieneaktionstag der Klinik. An verschiedenen Ständen erhielten sie Informationen und konnten durch praktische Übungen zur Infektionsprävention erfahren, welche Faktoren eine Rolle bei der Übertragung von „Keimen“ spielen, wie etwa die nicht ausreichende Desinfektion der Hände. Eventuelle „Schwachstellen“ konnten an der „Blue-Box“ erkannt werden.

An einem Arm-Dummy legten Mitarbeiter Infusionsnadeln, während geprüft wurde, ob sie alle Hygienevorschriften sicher einhalten. Die Johanniter-Unfallhilfe hatte vor dem Haupteingang einen Rettungswagen zur Ansicht aufgestellt. An einer Reanimationspuppe bestand die Möglichkeit, Maßnahmen zur Wiederbelebung zu erlernen bzw. zu überprüfen.

Das Johanniter-Krankenhaus ist seit sechs Jahren ein zertifizierter und aktiver Teilnehmer des Netzwerks Hygiene in Sachsen-Anhalt (HYSA). Dessen Ziel ist die Eindämmung von MRE (multiresistente Erreger). Die strengen Hygiene-Auflagen des Netzwerks und die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts sind Standard im Johanniter Krankenhaus. „Zur Hygienepolitik des Johanniter-Krankenhauses gehört, Mitarbeiter kontinuierlich zu schulen und die Qualität der Hygienestandards fortwährend zu überprüfen. Auch die Aufklärung von Patienten und Besuchern ist Programm“, so Hygienefachkraft Ines Konschake.

Das Johanniter-Krankenhaus verbucht große und messbare Erfolge in der Eindämmung von Infektionen. Die Zahl der MRE konnte kontinuierlich gesenkt werden, was gezeigte Statistiken beim Aktionstag belegten. Die stets erste Maßnahme: Mitarbeiter, Patienten und Besucher sind aufgefordert, die Händedesinfektionsspender, von denen es im Hause insgesamt 1.600 gibt, stets zu nutzen.