Neueröffnung des Raumes der Stille im Johanniter-Krankenhaus

Kuratoriumsvorsitzender Curt von Goßler: "Leisten Beitrag zum Dialog der Religionen." Foto: C. Klupsch

"Ort, an dem Patienten und Mitarbeiter Kraft schöpfen können"

Während einer Feierstunde im Johanniter-Krankenhaus wurde in Anwesenheit vieler Gäste, u.a. von Oberbürgermeister Klaus Schmotz, Regionalbischof Christoph Hackbeil und Imam Fraj Abdusalam der Raum der Stille neu eröffnet. Nach einigen Umbau- und Verschönerungsarbeiten steht der neu gestaltete Raum nun Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern als Ort des Zwiegespräches mit sich und ihrem Gott zur Verfügung. "Gerade in der schnelllebigen heutigen Zeit legt das Krankenhaus Wert auf einen Raum, der Ruhe ausstrahlt und für Augenblicke eine Auszeit von der Hektik des Alltages zulässt", so Geschäftsführer Franz Caesar.

Als "Ort, an dem Patienten und Mitarbeiter Kraft schöpfen können", bezeichnete Pfarrer Ulrich Paulsen den Raum der Stille, der Menschen aller Religionen offen stehe. Zeichen dafür sei auch das Relief von fünf Weltreligionen über dem Eingang, das er gemeinsam mit dem Kuratoriumsvorsitzenden des Johanniter-Krankenhauses, Curt von Goßler, zu Beginn der feierlichen Eröffnung enthüllte. Von Goßler betonte, dass die Johanniter gern zum Dialog der Religionen beitragen würden. Es sei Leitbild, Respekt und Toleranz für Menschen anderen Glaubens und anderer Kultur zu pflegen. Imam Fraj Abdusalam zeigte sich sichtbar glücklich über den Raum und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass alle Menschen gut miteinander auskommen können.

Hintergrund: Als Ort des Gebetes und der Einkehr steht der Raum der Stille allen Gläubigen, Suchenden und Hoffenden im Krankenhaus offen. Zu respektieren sind die jeweiligen Haltungen des anderen. Juden, Christen und Muslime haben gemeinsame Wurzeln und verrichten doch ihr Gebet auf je eigene Weise. Mittwochs, um 12.30 Uhr kommen Christen hier zum Mittagsgebet zusammen. Freitags etwa 14 Uhr haben die Muslime ihre Gebetszeit. Im ausliegenden Buch können Wünsche, Bitten oder Dank niedergeschrieben werden.