Traditionsstandort bleibt erhalten

Volksstimme Genthin/Burg, 16. Juli 2008

Von Simone Pötschke

 

Genthin. Nachdem die Johanniter 400 000 Euro in diesem Jahr in die Sanierung des Parkplatzes vor dem Ärztehaus investiert haben, lassen sie sich weitere 400 000 Euro für Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes in diesem Objekt kosten. Der Geschäftsführer des Johanniter-Krankenhauses Genthin - Stendal sieht den Standort auf einem guten Weg.

 

"Wir werden uns mit Krankenhaus und Ärztehaus" - beide Einrichtungen werden in Trägerschaft der Johanniter betrieben- "auf dem Gesundheitsmarkt der nächsten Jahre behaupten", zeigte sich Geschäftsführer Roman Wermers im Gespräch mit der Volksstimme zuversichtlich. Sein Blick, sagt er, gehe mit Gewissheit zunächst bis in die nächsten fünf bis sechs Jahre.

 

Unsicherheiten unter der Bevölkerung im Zusammenhang mit der aktuellen Krankenhausplanung des Landes räumte er auch im Hinblick auf die Sanierung aller Gebäude des Krankenhauses in den vergangenen Jahren aus.

 

Die Verbundenheit der Johanniter mit dem Traditionsstandort Genthin werde mit neuen Strategien und Konzepten mit Leben untersetzt, machte Roman Wermers deutlich.

 

Für das Genthiner Krankenhaus bedeute dies, künftig das Leistungsspektrum zu erweitern. Patienten, die in der Vergangenheit in andere Krankenhäuser abgewandert sind, wolle man so wieder in Genthin halten, sagte der Geschäftsführer.

 

Roman Wermers verwies dabei auf eine positive Entwicklung, die das Haus bei der Entwicklung der Zahlen der stationären Patienten bereits im vergangenen Jahr genommen habe. Wurden 2007 4000 Patienten stationär aufgenommen, waren es 2006 3400 Patienten.

 

Der Geschäftsführer kündigte an, dass die Johanniter zukünftig im Genthiner Krankenhaus besonders die Innere Abteilung "breiter aufstellen" werden. Ihm schwebe deshalb vor, Spezialisten in das Genthiner Krankenhaus zu holen. Es gebe eine Menge, auch hochkarätige Bewerber für die ärztlichen Stellen, versicherte der Geschäftsführer.

 

Das Genthiner Krankenhaus sei für viele Mediziner ein attraktiver Arbeitsort.

Neben der Gewinnung von Spezialisten setze man in Genthin stärker als bisher auf eine stärkere Zusammenarbeit zwischen der Chirurgie und der Inneren Abteilung, beispielsweise bei der präopertiven Diagnostik. "In der Vergangenheit wurden solche Möglichkeiten zu wenig ausgeschöpft."

Bereits die nächsten Monate bringen Veränderungen im Genthiner Krankenhaus: Unter anderem werde ab Oktober / November auch die Kardiologie spezialisierter abgedeckt. Demnächst erhalte das Genthiner Krankenhaus auch einen Computertomographen (CT). Der CT ermögliche dem Krankenhaus, in der Diagnostik weit über den bisherigen Tellerrand zu schauen, so Roman Wermers.

 

Eine gute Konstellation für das Genthiner Krankenhaus sieht Wermers im Doppelpack mit dem in der Nachbarschaft befindlichen Ärztehaus, das sich nunmehr auch in der Trägerschaft der Johanniter befindet. Die Vernetzung beider Einrichtungen, die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten und dem Krankenhaus, soll stärker vorangetrieben werden, kündigte Wermers an. Sie sei ein ganz starkes Argument für den Standort Genthin. Gute Erfahrungen bestehen zum Beispiel mit den Spezialgebieten Orthopädie und HNO.

 

Das Johanniter-Krankenhaus Genthin - Stendal verfügt über eine Gesamtbettenzahl von 588. In Genthin werden die Innere Abteilung, die Anästhesie und Intensivmedizin sowie die Allgemein- und Unfallchirurgie vorgehalten.

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