WHO-Unicef-Zertifikat "Babyfreundliches Krankenhaus"

Stendal, 09. Juli 2010

Erfolgreiche Rezertifizierung der Frauen- und Kinderklinik Stendal

Johanniter Frauen- und Kinderklinik - Sicherheit in Ihrer Nähe

Unter Federführung der Stillberaterin, Schwester Eva Klöppel, hat die Frauen- und Kinderklinik des Johanniter-Krankenhauses Genthin - Stendal erfolgreich das WHO-Unicef-Zertifikat „Babyfreundliches Krankenhaus“ verteidigt.

Im Jahr 1996 wurde der Stendaler Geburtsstation dieses Siegel zum 1. Mal verliehen, alle drei Jahre muss es verteidigt werden. Das wir es wieder geschafft haben ist Ausdruck für die hohe Qualität der täglichen Arbeit.

Nach wie vor setzt das gesamte Team der Wochenstation auf das Schützen und Fördern der Eltern-Kind-Bindung - neudeutsch: „Bonding“. Auf Schildern an Türklinken in der Wochenstation ist von „Rooming-in“ zu lesen, gesunde Babys dürfen nach der Geburt sofort auf Mutters Bauch, es gibt ein separates Stillzimmer und es werden Schlafsäcke statt Federbettchen verwandt - als „Prävention“ gegen den "Plötzlichen Kindstod“. Zartrosa oder hellblaue Kuschelbärchen mit dem Johanniter-Logo erhalten die Babys als Erinnerungsgeschenk.
Als Standortvorteil sieht die Frauenklinik ihre enge Verzahnung von Geburtshilfe und Neonatologie, wo Kinder-Intensivstation und Kreißsaal praktisch Tür an Tür liegen. Auch auf der Frühchenstation hat die Mutter-Kind-Beziehung, sofern möglich, oberste Priorität, wird die Känguru-Methode angewandt und gibt es auch ein Extra-Stillzimmer. Der erste Neugeborenen-Check, die U1, wird im Kreißsaal vorgenommen, ab viertem Lebenstag erfolgt Basis-Untersuchung U2.
Routinemäßig werden Hüften und Nieren per Ultraschall kontrolliert, das Blut wird auf Stoffwechselerkrankungen und mit einer Minisonde im Säuglingsohr das Hörvermögen überprüft. Nicht zuletzt achten die Hebammen auf der Wochenstation, ob die Kleinen unter Neugeborenengelbsucht leiden, wofür ein Extra-Messgerät, das auf die Haut aufgesetzt wird und eine weitere Blutprobe erspart, verwandt wird. Diese „Vorsorge-Tests“ sind  für die Eltern kostenfrei.
Die Förderung einer engen Mutter-Kind-Bindung ab dem ersten Schrei ist die Maxime der Klinik.