4-K-Gerät: Qualitätssprung für die Frauenklinik

Mönchengladbach, 20. April 2018

v.l.n.r.: KD H. Häfner, CA PD Dr. D. Salehin, Vorsitzender des Freundeskreises Dr. F. Paetzold

4-K-Gerät: Qualitätssprung für Operateure
Der Freundeskreis Bethesda übergibt der Frauenklinik des Ev. Krankenhauses Bethesda der Johanniter ein hochauflösendes chirurgisches Endoskopiesystem.

Der Fußball liefert die anschaulichsten Vergleiche. „Früher sah man bei einem Fußballspiel im Fernsehen, dass der Rasen grün war“, sagt Privat-Dozent Dr. Darius Salehin, Chefarzt der Frauenklinik des Ev. Krankenhauses Bethesda der Johanniter. „Dann konnte man die einzelnen Grashalme erkennen, jetzt hat man das Gefühl, im Stadion zu sein.“ Allerdings nur, wenn man über die entsprechende Technik verfügt. Die 4-K-Technik liefert solche superscharfe Bilder. Sie steht jetzt auch den Operateuren der Frauenklinik des Bethesda zur Verfügung.

Der Freundeskreis des Krankenhauses hat ein endoskopisches 4-K-System finanziert, das bei chirurgischen Eingriffen Bilder mit extrem hoher Auflösung zur Verfügung stellt. „Ein Qualitätssprung“ findet Salehin. Der 4-K-Turm kommt bei minimal-invasiven Operationen zum Einsatz. Mehr als neunzig Prozent aller chirurgischen Eingriffe im Bereich der Frauenklinik sind heute minimal-invasiv. Beim auch Laparoskopie genannten Verfahren reichen drei kleine wenige Millimeter lange Schnitte aus, um eine Kamera und die Operationsinstrumente in den Körper einzuführen. Das neue 4-K-System liefert nun Bilder mit einer viermal höheren Auflösung als herkömmliche Endoskopiesysteme. „Die Bilder gewinnen Tiefenschärfe und lassen noch mehr Details erkennen“, erklärt der Chefarzt. „Selbst winzige Strukturen wie kleinste Blutgefäße sind klar und deutlich zu sehen.“

4-K-Gerät im Einsatz

Die besondere Schärfe und der höhere Farbumfang des neuen Systems verhindern auch eine Ermüdung der Operateure und verbessern so nochmals die Sicherheit der minimal-invasiven Eingriffe. Die neue Technik kommt bei laparoskopischen Gebärmutterentfernungen, minimal-invasiven Krebsoperationen der inneren Genitale und Endometriose-OPs zum Einsatz. Der Bereich der Schlüsselloch-Chirurgie soll weiter in der gynäkologischen Onkologie und der Beckenbodenchirurgie ausgebaut werden. Die Frauenklinik des Bethesda umfasst sowohl ein zertifiziertes gynäkologisches Krebszentrum als auch ein Endometriosezentrum von überregionaler Bedeutung. Sie verfügt nun als erste Frauenklinik in Mönchengladbach und der Region über das hochmoderne Endoskopiesystem. „Wir wollten ganz gezielt die wichtige Arbeit der Frauenklinik unterstützen“, erklärt Dr. Frank Paetzold, der Vorsitzende des Freundeskreises Bethesda e.V.. Eine Investition dieser Größenordnung ist für den Verein ein Kraftakt, den er anlässlich seines 25jährigen Bestehens gestemmt hat.