Diagnostik

Vor der Therapie hat Gott die Diagnose gestellt...
In der Diagnostik arbeiten die Senologen in enger Kooperation mit Radiologen und Pathologen. Unsere aktive Teilnahme am Mammografie-Screening ermöglicht einen sehr schnellen Ablauf zur Abklärung der im Rahmen des Screenings diagnostizierten Befunde. Bei der feingeweblichen Abklärung von Biopsien kommt unser erfahrenes Pathologen-Team zum Einsatz. Die Zeit zwischen der Probeentnahme und der endgültigen Diagnose beträgt meistens 1-2 Tage. Wir streben an, über 95% aller Diagnosen bereits im Vorfeld der Operation endgültig zu stellen. Falls eine Schnellschnitt-Diagnostik sich während der Operation trotzdem als notwendig erweist, sind wir in der Lage, innerhalb von maximal 30 Minuten das Ergebnis zu bekommen.

Mammografie

Mammografie ist eine Röntgenaufnahme der Brust, mit der die Art der Erkrankung meistens genau festsgetellt wird.
Zirka 5000 digitale (strahlungsarme) und konventionelle Mammografien werden am Brustzentrum Niederrhein von erfahrenen Spezialisten jährlich durchgeführt. Alle suspekten Fälle werden in der wöchentlichen radiologischen Konferenz unter die Lupe genommen. Das ermöglicht den Ärzten jeden einzelnen Fall gründlich zu untersuchen und die Wege der Behandlung optimal zu gestalten.
Falls im Rahmen der Mammografie suspekte Befunde diagnostiziert werden, ist es dann bei uns möglich im Rahmen der stereotaktischen Vakuumbiopsie die kleinstmögliche Veränderungen, die mit Mikrokalkablagerungen assoziiert sind, durch Biopsie abzuklären. Somit bleibt vielen Patienten ein operativer Eingriff erspart.
Das Brustzentrun Niederrhein bietet zusätzlich ein breites Spektrum der Leistungen an:
Konventionelle/digitale Mammografien
Galaktographien (Darstellung der Milchgänge)
Vergrößerungsteilmammografien
Lokalisationsmammografien
Präparateradiografien
Vakuumbiopsie

Mammasonografie

Ultraschall der Brust (Mamma-Sonografie) ist eine hervorragende Methode zur Abklärung der Raumforderungen in der Brust. Vor allem ist die Methode sehr gut zur Differenzierung zwischen zystischen und soliden Befunden. Die Sonografie ist mit keiner Strahlenbelastung verbunden und kann beliebig oft wiederholt werden. Das ist eine Methode, die sehr gut die Mammografie ergänzt, aber auf keinen Fall ersetzt. Vor allem beim dichten Drüsengewebe oder bei der Beurteilung der Lymphknoten in der Achselhöhle ist der Ultraschall Methode der Wahl. Im Rahmen des hochauflösenden Ultraschalls kann auch sehr zuverlässig eine Probeentnahme zur histologischen Sicherung der Befunde erfolgen. Am Brustzentrum Niederrhein werden jährlich über 6000 Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Frau Prof. Nitz ist eine von zehn Spezialisten in Deutschland mit der höchsten Ausszeichung der DEGUM III Stufe für die Mamma-Sonografie.

Mamma-MRT

Mamma-Magnetresonanztomografie ist eine neue Methode für die Diagnostik der Brust, die aber immer mehr an Bedeutung zunimmt. Dabei macht man verschiedene Wassergehalte der gut- und bösartigen Gewebearten zum Nutzen, um nach bösartigen Veränderungen oder deren Vorstufen in der Brust zu suchen. Sie ist ähnlich wie Ultraschall, mit keiner Strahlenbelastung verbunden, wohl aber mit der Gabe eines Kontrastmittels.
Aktuell wird sie eingesetzt, um Befunde, die durch Mammografie und Ultraschall nicht eindeutig zu identifizieren sind, weiter abzuklären. Das ist beispielweise bei Verdacht auf Vorliegen mehrerer Herde bei der Operationsplanung oder bei Nachsorge nach der Brustkrebsdiagnose der Fall. Im Rahmen unserer Kooperationen mit den renommierten Spezialisten auf diesem Gebiet setzen wir das gesamte Spektrum der MRT-Diagnostik bis hin zur MRT-gesteuerten Punktion und Lokalisation der Befunde für die Operation ein.