Notunterkunft Münster

Die Johanniter betreiben in ganz Deutschland Notunterkünfte für Flüchtlinge, um die Menschen nach ihrer Flucht sicher unterzubringen. Dabei möchten die Johanniter mehr bieten als ein Dach über dem Kopf: Die Mission der Johanniter ist es, die erfolgreiche Integration der Menschen in der neuen Heimat zu unterstützen. Eine Notunterkunft ist eine behelfsmäßige Übergangswohnstätte, die von den Kommunen der Länder eingerichtet wurde. In diesen oft provisorischen Einrichtungen können die Zahlen der zu betreuenden Menschen von Tag zu Tag sehr stark schwanken. Diese Notunterkünfte müssen oft in wenigen Tagen, manchmal Stunden eingerichtet werden, hier kommen den Johannitern ihre jahrzehntelange Erfahrung im Katastrophenschutz und ihre vielen engagierten ehrenamtlichen Helfer zugute. Im Rahmen ihrer Flüchtlingshilfe freuen sich die Johanniter über ehrenamtliche Unterstützung sowie Sachspenden. Der Bedarf in unseren Einrichtungen vor Ort ist jedoch sehr unterschiedlich. Deshalb bitten wir jeden, der helfen möchte, vorab mit uns Kontakt aufzunehmen.

Die Johanniter widmen sich verstärkt der Betreuung von Flüchtlingen und verstehen das als ihre christlich-humanitäre Aufgabe, denn im Jahr 2014 erreichten über 200 000 Flüchtlinge Deutschland. Davon wurden in NRW über 40.000 aufgenommen – Tendenz steigend.


Johanniter leben Willkommenskultur

Für die Johanniter ist es somit selbstverständlich das Land NRW und die Kommunen in ihrer jetzigen Lage bei der Unterbringung, Verpflegung, medizinischen Versorgung und sozialen Betreuung zu unterstützen, denn „Aus Liebe zum Leben“ ist für uns nicht nur die Freude am Helfen, sondern auch Verpflichtung den Menschen gegenüber, ihnen Achtung und Respekt entgegenzubringen.

Seit September 2014 versorgen die Johanniter des Regionalverbands Münsterland/Soest Flüchtlinge in Notunterkünften des Landes NRW. Zu Beginn in Rüthen mit 200 Plätzen, die aufgrund der guten Organisation rasch den Status einer Zentralen Unterbringungseinheit erlangte und mittlerweile auf 600 Plätze gewachsen ist.

Anfang 2015 wurde durch die Stadt Münster die Notunterkunft Wartburgschule eröffnet und auch dort betreuen die Johanniter bis zur Schließung (in 2016) gemeinsam mit den übrigen Hilfsorganisationen rund 250 Menschen.

Weiterhin sind die Notunterkunft York-Kaserne in Münster-Gremmendorf mit 1000 Plätzen und die Notunterkunft Oxford-Kaserne mit 700 Plätzen geschaffen worden, die sich im Laufe der Zeit, nun Ende 2016 in Erstaufnahmeeinrichtungen gewandelt haben.

Alle Einrichtungen verfügen neben den Bewohnerbereichen für Asylsuchende über Sanitäts- und Krankenstationen, Gemeinschaftsverpflegungen, Betreuungszentren mit Sozialarbeitern und Betreuungshelfern, Kinderstuben, Kleiderausgaben, Gemeinschaftsverpflegung, Ausgabe von Hygienepakete und Wäsche (Bettwäsche, Handtücher), Gemeinschaftswascheinrichtung, Bewachung und Pfortendienst bei Tag und Nacht, Hausmeisterei, Freizeitbereich und Freizeitangebote


Um den vielen Aufgaben, die bei der Unterbringung, Verpflegung, medizinischen Versorgung und sozialen Betreuung anfallen Herr zu werden, griff der Regionalverband auf sein starkes Ehrenamt zurück, welches, zur Bewältigung der ersten Phase, unermüdlichen Einsatz zeigte. Nach und nach wurden die organisatorischen Bereiche dann in die Hände von hauptamtlichen Kräften übergeben.

Weiterhin sind aber viele ehrenamtliche Helfer vor Ort, um den Flüchtlingen den tristen Alltag durch Aktionen und Freizeitangebote zu verschönern. Auch aus der Bevölkerung erfährt jede einzelne Einrichtung viel Zuspruch z.B. in Form von Sach- und Zeitspenden. Als Maßnahme der Integration von jugendlichen Asylsuchenden beitreiben wir Johanniter an verschrienen Standorten ergänzende Internet- und Jugendclubs, die durch Spenden engagierter Bürger und Stiftungen, beispielsweise mit PC-Arbeitsplätzen, Kicker, Tischtennisplatten und Billardtischen ausgestattet wurden.



Auf der organisatorisch-strategischen Ebene leisten die Johanniter, vertreten durch den Regionalvorstand Udo Schröder-Hörster, ebenfalls ihren Beitrag. Mitarbeit in Krisenstäben und Gremien der Bezirksregierungen Arnsberg und Münster sowie der Stadt Münster gehören mittlerweile zum Alltag des Vorstands.


Vor dem Hintergrund der christlichen Tradition werden die Johanniter sich auch weiterhin unermüdlich den Menschen auf der Flucht widmen und menschenwürdige Bedingungen schaffen.


Ihr Ansprechpartner Notunterkunft Münster

Ihr Ansprechpartner Udo Schröder-Hörster, Regionalvorstand

Geringhoffstr 45-47
48163 Münster