Betreuung von Flüchtlingen

Wir leisten Flüchtlingshilfe an 120 Standorten in ganz Deutschland

In enger Zusammenarbeit mit den Kommunen haben sich die Johanniter in den vergangenen Monaten  als reaktionsschneller Ansprechpartner für den Aufbau und den Betrieb längerfristiger Unterkünfte mit bedarfsgerechtem Betreuungsangebot bewährt.

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Die wichtigsten Einrichtungen auf einen Blick

Notunterkünfte

Eine Notunterkunft ist eine behelfsmäßige Übergangswohnstätte, die von den Kommunen der Länder eingerichtet wurde. In diesen oft provisorischen Einrichtungen können die Zahlen der zu betreuenden Menschen von Tag zu Tag sehr stark schwanken. Diese Notunterkünfte müssen oft in wenigen Tagen, manchmal Stunden eingerichtet werden, hier kommen den Johannitern ihre jahrzehntelange Erfahrung im Katastrophenschutz und ihre vielen engagierten ehrenamtlichen Helfer zugute.

Übergangseinrichtungen

Eine Übergangseinrichtung ist eine Aufnahmeeinrichtung der Länder zur Erstaufnahme von Asylbewerbern, die einen Asylanatrag gestellt haben. Die Antragsteller wohnen in einem Zeitraum von 6 Wochen bis höchstens 3 Monate in dieser Einrichtung. An eine Aufnahmeeinrichtung ist immer eine Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge angegliedert.

Zentrale Unterbringungseinrichtungen

Eine Zentrale Unterbringungseinrichtung ist eine Gemeinschaftsunterkunft zur Anschlussunterbringung, für den Fall, dass der maximale Aufnahmezeitraum zwischen der Erstaufnahme und der Übergangseinrichtung überschritten wurde.

Einrichtungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Eine besonders sensible Gruppe unter den Flüchtlingen sind Kinder und Jugendliche, die ohne die Begleitung eines Erwachsenen auf die Flucht gegangen sind oder unterwegs von ihren Eltern oder erwachsenen Begleitern getrennt wurden. Ihre Unterbringung, Versorgung und pädagogische Betreuung stellen besondere Anforderungen an die Einrichtung und an das dort tätige Personal. In fast allen Landesverbänden unterstützen die Johanniter mit haupt- und ehrenamtlichen Helfern Kinder aus Flüchtlingsfamilien. In Berlin, Hessen und Bayern betreiben die Johanniter Unterkünfte für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge.

Unsere Angebote zur Integration

Bei der Betreuung von Flüchtlingen legen die Johanniter besonderen Wert auf aktive Hilfe zur Integration. Neben Deutschunterricht und Freizeitangeboten für Kinder, Tage der Begegnung, Jugendtreffs oder Sportaktionen unterstützen die Johanniter Flüchtlinge und Kommunen daher in vielfältiger Weise:

Individuelle, sozialpädagogische Begleitung

  • Unterstützung bei Behörden- und Alltagsangelegenheiten
  • Begleitung und Vermittlung im Asylverfahren
  • Sicherung der Gesundheitsversorgung

Gesellschaftliche Integration

  • Nutzung von ehrenamtlichem Engagement in der Bevölkerung
  • Zusammenhalt durch Gemeinwesenarbeit und Veranstaltungen
  • Vernetzung mit sozialen Akteuren im gesellschaftlichen Umfeld

Bildungsangebot

  • Sprachkurse
  • Integrationskurse
  • Zugang zu Bildungseinrichtungen für Kinder (Kindertagesstätten und Schulen)

Integration in den Arbeitsmarkt

  • Aus-, Fort- und Weiterbildung
  • Unterstützung bei der Anerkennung ausländischer Schul-, Berufs- und Studienabschlüsse
  • Angebot und Vermittlung von Praktikumsstellen nach der Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis

In der aktuellen Situation sehen sich die Johanniter in der Flüchtlingshilfe auch neuen Herausforderungen gegenüber: Neben der oft vorhandenen Traumatisierung der Flüchtlinge, für die Psychologen bereitstehen, ist es vor allem die Mehrsprachigkeit der Menschen aus vielen unterschiedlichen Ländern.

Weil Kinder dabei oft ungehört bleiben, engagiert sich die Johanniter-Unfall-Hilfe auf diesem Gebiet besonders: In fast allen Landesverbänden unterstützen die Johanniter mit haupt- und ehrenamtlichen Helfern Kinder aus Flüchtlingsfamilien.

Für die Flüchtlingshilfe in Deutschland Infotelefon Flüchtlingshilfe

Lützowstraße 94
10785 Berlin