Notfall-Rettung für Offshore-Bauwerke

Emergency Dispatch & Medical Support Center (Leitstelle)

Gemeinsam mit Partner aus der Windenergie-Branche betreiben die Johanniter im Ortsverband Stedingen die medizinische Leitstelle für Offshore-Bauwerke VENTUSmedic.

 

Die medizinische Leitstelle (Emergency Dispatch & Medical Support Center) VENTUSmedic arbeitet eng mit der Windpark-Betriebsleitstelle zusammen. Über im Vorfeld abgestimmte Wege laufen Informationen über Schiffe und Personen im Windpark in der medizinischen Leitstelle ein. Zusammen mit den Informationen aus dem Notruf ergibt sich so ein vollständiges Lagebild.

 

Ebenso sind die notwendigen Prozesse zur interaktiven Kommunikation mit staatlichen Organen (Havariekommando, MRCC, etc.) aufeinander abgestimmt. Die Leitstelle kann damit, schnell und zuverlässig, auch staatliche Rettungsmittel in den Prozess der Einsatzführung einbinden, und agiert in enger Abstimmung mit den Führungsorganen staatlicher Daseinsvorsorge. Gleiches gilt für die Vernetzung mit medizinischen Diensten anderer Windparks.

 

Die medizinische Leitstelle ist ständig in Kontakt mit dem Helikopter und integriert die Rettungscrew bereits auf ihrem Flug zum Einsatzort in die Kommunikation. Damit sind die Einsatzkräfte aktuell über den Patienten und die Situation vor Ort informiert und können sich optimal auf den Einsatz vorbereiten.


Während von anderen Leitstellen nur die reine Notfallkoordination und Führung von Einsatzmitteln durchgeführt wird, bietet das WINDEAcare Konzept zusätzlich umfassende medizinische Kompetenz sowie das Angebot der Psychosozialen Notfallversorgung. Damit können alle medizinischen Erfordernisse eines Offshore-Windparks aus einer Hand abgedeckt werden.


Das Emergency Dispatch & Medical Support Center wird von der Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben. Die Johanniter betreiben schon seit einigen Jahren eine Notruf-Zentrale, in der täglich über 1000 Hilfeersuchen von mehr als 23.000 Kunden bearbeitet werden. Unter Verwendung der hier gesammelten Erfahrungen ist hier in unmittelbarer Nähe der Notruf-Zentrale eine neue medizinische Leitstelle für Offshore-Windparks entstanden. Diese ist 24 Stunden am Tag/ 7 Tage die Woche mit Rettungsassistenten besetzt, welche in einem rollierenden Schichtsystem sowohl in der Leitstelle als auch auf dem Offshore-Rettungshubschrauber arbeiten. Die Leitstelle wird ebenso wie die Notruf-Zentrale mit einer redundanten Kommunikationsanbindung und Datentechnik sowie einer Notstromversorgung ausgerüstet. Für den unwahrscheinlichen Fall eines Verlusts des Standortes steht ein Ausweichstandort zur Verfügung, der innerhalb kurzer Zeit den Betrieb aufnehmen kann. Angesiedelt ist die neue Leitstelle im maritimen Umfeld des Werftenstandortes Berne bei Bremen.

  • Dedizierter Rettungshelikopter mit umfangreicher medizinischer Ausstattung
  • Notarzt, der dauerhaft am Rettungshelikopter stationiert ist
  • Medizinische Leitstelle, welche permanent mit Rettungsassistenten besetzt ist
  • Rettungsassistenten arbeiten im Wechsel in der Leitstelle und auf dem Helikopter, wodurch sie beide Seiten der Rettungskette kennen
  • Rettungsassistenten sind auch als Höhenretter ausgebildet, und können dadurch auch selber aus schwer zugänglichen Orten retten
  • Medizinische Leitung durch eine Universitätsklinik, die notfallmedizinische Kompetenz und kontinuierliche Weiterentwicklung der Therapieverfahren sicherstellt.
  • Für den Fall, dass der Helikopter aufgrund von schlechten Wetterbedingungen nicht fliegen kann, wird im Vorfeld für jeden Windpark ein alternativer Transportweg per Schiff geplant.

Ihr Ansprechpartner Jan Lutz

Am Deich 8
27804 Berne